"Dass Ein-Eltern-Haushalte ein dreifach erhöhtes Armuts-Risiko im Vergleich zur Restbevölkerung aufweisen, kann so nicht einfach hingenommen werden - Die Vergleichswerte zu anderen europäischen Ländern sind geradezu beschämend. Vor allem die ÖVP ist dafür verantwortlich, dass insbesondere Frauen dadurch häufig in Existenznöte geraten", erklärt FPÖ-Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber.
Die FP-Abgeordnete fordert die Bundesregierung daher auf, die Vorschläge der Armutskonferenz nach Zuschlägen für einkommensschwache Familien und fairer Bezugsdauer für Alleinerziehende aufzugreifen: "Die Modelle sind in anderen Ländern ja vorhanden, die armutspräventive Wirkung ist manifest. Wenn man sich den nicht immer sorgsamen und überlegten Umgang mit Steuergeldern, vor allem in den letzten Jahren, ansieht, ist die Ausrede, es sei dafür kein Geld da, jedenfalls nicht mehr haltbar."
Gartelgruber fordert eine gezielteren Umgang von Übertragungseinkommen (Sozialtransfers) und ein umfassenden Betreuungsangebots, das auch alleinerziehende Frauen in die Lage versetzt, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen: "Während man anderswo die Kinder fast gewaltsam aus den Familien in die außerfamiliäre Betreuung treiben möchte, greift diese dort, wo sie wirklich benötigt wird, oft zu kurz."
12. August 2009
FPÖ-Gartelgruber: Armut bekämpfen statt Geld verspekulieren!
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