14. August 2009

Gartelgruber zu Heinisch-Hosek: Theorie und Praxis sind zwei Paar Schuhe

 

Ministerin mit Vorschlag der Überstunden-Reduktion auf dem falschen Weg

"Die Idee, die Einkommensschere durch die Reduktion von Überstunden verringern zu wollen, scheint in der Theorie reizvoll, wenn man weiß, dass mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen Überstunden in Österreich leisten. Tatsächlich sehe ich aber hier wenig Spielraum für Änderungen", erklärt FP-NAbg. Carmen Gartelgruber.  Einerseits wäre der Verzicht auf Überstunden in der betrieblichen Praxis undenkbar, so Gartelgruber: "Die Betriebe können nicht wegen zeitweiligen Mehrbedarfs über die Maßen Personal anstellen. Jeder, der einmal in der Privatwirtschaft eine verantwortliche Position innehatte, weiß, was Mitarbeiter kosten und dass jede neue Anstellung gut überlegt werden muss."

Andererseits wären Entgelte aus Überstundenleistung gerade für Alleinverdiener-Familien oft ein wichtiges Zubrot, meint die FP-Frauensprecherin: "Viele Familien können es sich überhaupt nur leisten, dass sich ein Elternteil der Kinderbetreuung annimmt, weil der andere Partner mehr arbeitet. Hier einen Systembruch von oen zu erzwingen, wäre völlig kontraproduktiv. Die Motivation der Frau Ministerin in allen Ehren, aber dieser Vorschlag ist absolut lebensfremd und unausgegoren." 

 
 
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