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02. März 2012

Neubauer: 21 Parlamentarisch Anfragen und 250 ungelöste Fragen

 

"Da zeigen sich die Medien überrascht, dass 92 % der Bevölkerung neue Ermittlungen im Fall Kampusch wollen. Die FPÖ hatte von Anfang an das Ohr am Puls des Volkes seit dem Kampusch-Untersuchungsausschuss, der von SPÖ und ÖVP noch vor dem Zeitpunkt einer möglichen Klärung brutal abgedreht wurde. Trotzdem habe ich nie an die vorgelegten Ermittlungsergebnisse geglaubt und nahezu als Alleinkämpfer versucht Licht ins Dunkel dieses Kriminalfalls zu bringen. Davon zeugen 21 Parlamentarische Anfragen, die rund 250 Einzelfragen umfassen, in welchen ich Antworten von den zuständigen Ministerien gefordert habe. Diese Fragen wurden fadenscheinig bis gar nicht beantwortet", so FPÖ-NAbg. Werner Neubauer in einer Stellungnahme zu der aktuellen Berichterstattung im Fall Natascha Kampusch.

Es habe sich in den letzten Jahren der Verdacht aufgedrängt, dass die amtierende Bundesregierung keinerlei Interesse an der Aufklärung hatte, sondern eher an einem Zudecken. Aufgrund der nun aufgetauchten Erkenntnisse werde es, wenn man den Aussagen des Vorsitzenden des Parlamentarischen Unterausschusses, NAbg. Werner Amon, Glauben schenken darf, sogar der ÖVP zu dumm und sie zeigt plötzlich Interesse an einer Aufklärung.

"Der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofs, Johann Rzeszut hat in einem 46 Seiten umfassenden Brief an alle Parlamentsfraktionen sämtliche Ungereimtheiten und sogenannte Ermittlungspannen im Fall Kampusch aufgezeigt. Es wurde nie zweifelsfrei die Einzeltäter-Theorie bestätigt, auch ist Priklopils angeblicher Selbstmord niemals bewiesen worden. Ungeklärt sind auch die Rolle des Priklopil-Freundes Ernst H., Bestellungen via Internet von Frau Kampusch, sowie die Fragen bezüglich eines angemieteten Kraftfahrzeuges, welches zur Entführung gedient haben könnte. Unterlagen dazu wurden auf dem Anwesen des Entführers gefunden", nennt Neubauer einige der vielen offenen Fragen.

"So harren viele ungeklärte Details einer Beantwortung, auch bleibt ein schaler Beigeschmack. Auch die Arbeit der Staatsanwaltschaft Innsbruck, die nach einjährigen Ermittlungen zu keinem anderen Ergebnis gelangt war, muss neu bewertet werden. Der parlamentarische Unterausschuss hat jedenfalls in wenigen Wochen wesentlich mehr zu Tage gebracht, weshalb hier zur Tätigkeit der Staatsanwaltschaft Innsbruck ein eklatanter Widerspruch besteht. Angesichts dieser Tatsache muss die Frage erlaubt sein, welchen Stellenwert die Justiz in Österreich hat. Die österreichische Polizei arbeitet nämlich gut, und ist mit sämtlichen Ressourcen ausgestattet, diesen Fall zu klären, wenn man sie nur endlich ließe. Aber offenbar ist der Wille dazu nicht gegeben, weil heiße Spuren nicht nur in pädophile Kreise, sondern auch in die Sado-Maso-Szene führen und höchstrangige, schwergewichtige Politiker involviert sein könnten, und daher der Mantel des Schweigens darüber geworfen wird", so Neubauer weiter.

"Ich verlange, dass der Fall wieder aufgenommen wird und ohne Ansehen der involvierten Personen, alle Fragen restlos geklärt werden sowie Schuldige zur Verantwortung gezogen werden. Letztlich wird man auch bei allem Respekt der Privatsphäre von Frau Kampusch nicht umhinkommen, sie zu einer neuerlichen Aussage zu bewegen", so Neubauer abschließend.

 
 
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