06. Juni 2012

Pisec: SVA verhöhnt wieder einmal die eigenen Versicherten

 

Wenn die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) heute in einer Aussendung davon spreche sich "für mehr Fairness und Rechtssicherheit für Selbständige einsetzen" zu wollen, dann sei das nichts anderes als die blanke Verhöhnung der eigenen Zwangsmitglieder, sagte der freiheitliche Bundesrat und Abgeordnete zum Wiener Wirtschaftsparlament Mag. Reinhard Pisec.

Denn gleich ein paar Sätze weiter bestätige die Führung der SVA ihr existenzgefährdendes Vorgehen gegenüber der eigen Versicherten, zeigte sich Pisec empört über den Zynismus der Selbständigenversicherung. So gebe die SVA unverblümt zu, dass es bei Betriebsprüfungen "immer wieder" zu Zuständigkeitsstreitereien komme, die mit "...enorme Beitragsforderungen an die Versicherten" verbunden seien, denn "... unter Umständen werden rückwirkend für mehrere Jahre Sozialversicherungsbeiträge verlangt. Dies führt speziell bei Ein-Personen-Unternehmen oft zu existenzbedrohenden Situationen, da die Dienstgeber- und Dienstnehmerbeiträge bis zu fünf Jahre rückwirkend zu zahlen sind." "Viel deutlicher kann man die unbarmherzige Vorgehensweise den eigenen Mitgliedsbetrieben gegenüber nicht charakterisieren", so Pisec.

Dabei, so Pisec, sei absolut nicht notwendig die eigenen Versicherten derartig auszupressen und bis hin zur Existenzvernichtung zu pfänden, denn die SVA verfüge über knapp eine halbe Milliarde Euro an Rücklagen. "Geld, das von Kleingewerbetreibenden unnachgiebig bis hin zum Konkursrichter abgepresst wurde", so Pisec, der die SVA-Führung daran erinnerte, dass sie kein Sparverein sei, sondern für die medizinische Versorgung ihrer Patienten einzustehen habe. "Bei 487 Mio. Euro Rücklagen auch noch 20 Prozent Selbstbehalte zu verlangen, erinnert an Raubrittertum vergangener Jahrhunderte", so Pisec.

Im Interesse der vielen Kleingewerbetreibenden und Ein-Personen-Unternehmen, wäre es das Beste, wenn die SVA endlich das Angebot der Gebietskrankenkassen annehme und die sogenannten "Neuen Selbstständigen" wieder bei der zuständigen Gebietskrankenkasse versichere, betonte Pisec, der auf eine eigene Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft gerne verzichten kann, zumal diese völlig abgehoben agiere.

 
 
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