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09. November 2017 | Asyl

29.872 Asylanten als arbeitslos gemeldet

Flüchtlinge ohne ausreichende Sprachkenntnisse teilweise noch nicht in AMS-Statistik

Ende Oktober waren 29.872 anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte arbeitslos gemeldet. Aber 3.000 scheinen wegen zu geringer Deutsch-Sprachkenntnisse noch nicht in der Arbeitslosenstatistik des AMS auf. Und es fehlen noch ein paar tausend.

Gerade einmal weniger als 3.000 anerkannte Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigte mit geringen Deutsch-Sprachkenntnissen scheinen laut AMS-Vorstand Johannes Kopf noch nicht in der AMS-Arbeitslosenstatistik auf. Denn in Salzburg, Tirol, Wien und Vorarlberg müssen sich Flüchtlinge erst nach Ende des Basis-Deutsch-Kurses (A1) beim AMS melden. Das taten zum dem Zeitpunkt immerhin 29.872 Asylanten. „Daher sind in diesen vier Bundesländern jene Geflüchteten erst in der Regel etwa drei Monate später – so die übliche Dauer eines A1-Kurses – in der AMS-Statistik erfasst“, schrieb AMS-Vorstand Kopf auf Facebook in Reaktion auf einen entsprechenden Zeitungsartikel. Für eine erfolgreiche Vermittlung am Arbeitsmarkt sei in der Regel aber ein deutlich höheres Sprachniveau notwendig, was die Jubelmeldung Kopfs deutlich revidiert.

Zahlendiskrepanzen

Was die Zahl der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten Asylwerber und Schutzbedürftigen betrifft, gibt es eine krasse Diskrepanz zu der Asylstatistik des Innenministeriums. Denn laut dessen Statistik sind seit Jänner 2016 bis September 2017 nämlich 49.775 Asylverfahren positiv beschieden worden. Damit fehlen weitere rund 20.000 anerkannte Asylwerber in der Arbeitslosenstatistik oder in den Deutschkursen des AMS. Widersprüchliche Zahlen offenbaren die staatlichen Asylbehörden auch zu den Personen, die während des Asylverfahrens „verschwunden“ sind. Laut Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl sind seit Anfang Jänner 2016 „nur“ 11.477 Asylwerber untergetaucht. In der Asylstatistik des Innenministeriums werden in der Rubrik „Sonstige Entscheidungen“, die vorzeitig beendete Asylverfahren umschreibt, aber mehr als 17.000 Fälle registriert.

NFZ 09.11.2017


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