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01. Februar 2021 | Gesundheit

Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie längst überfällig!

FPÖ-Frauensprecherin Ecker: "Wartezeiten für Ambulanztermine und stationäre Aufenthalte schon seit Jahren zu lange – Corona-Krise verschärft Situation weiter."

„Die seelische Belastung von Kindern- und Jugendlichen durch die Corona-Pandemie und dem damit einhergehenden 'Lockdown' inklusive 'Distance-Learning' ist enorm“, sagte heute, Montag, FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker. So habe derzeit die Uni-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am AKH so viele schwer depressive junge Patienten wie noch nie.

Wochenlange Wartezeiten auf Ambulanz-Termine

„Tatsache ist aber auch, dass es schon vor der Corona-Krise und deren Auswirkungen in Österreich viel zu wenig Plätze für Kinder- und Jugendliche gab. Seit Jahren ist nämlich bekannt, dass man auf Ambulanz-Termine wochenlang warten muss, auf eine stationäre Aufnahme oftmals sogar monatelang“, betonte Ecker.

Zehn Prozent der Suizide junge Menschen

„Aus einer parlamentarischen Anfragebeantwortung des Familienministeriums geht hervor, dass in Österreich allein im Jahr 2018 drei Mal so viele Menschen Suizid begingen, als Verkehrstote im Straßenverkehr zu beklagen waren. „Von den 1.209 Menschen, die ihrem Leben ein Ende setzten, waren bedauerlicher Weise 129 Minderjährige beziehungsweise 18- bis 30-Jährige zu verzeichnen“, mahnte die freiheitliche Abgeordnete ein, dass die Prävention in Österreich vermehrt auf die Zielgruppe der Jugendlichen ausgerichtet werden muss. „Dazu gehört auch die massive Aufklärung, bei der es kostenlose und anonyme Beratung gibt, wenn Jugendliche sich in einer psychischen Notlage befinden“, betonte Ecker.

Psychische Leiden nach wie vor Tabu

„Es bleibt zu hoffen, dass jene Minderjährigen und jungen Erwachsenen, die an Depressionen erkranken und Suizidgedanken haben, rechtzeitig Hilfe finden. Nicht nur jetzt, während der Corona-Krise, sondern generell müssen Präventionsmaßnahmen verstärkt und ausgebaut werden, dazu gehört mit Sicherheit auch ein Ausbau der Plätze in Kinder- und Jugendpsychiatrie-Einrichtungen“, hob Ecker hervor, „dass psychische Erkrankungen durch die Corona-Maßnahmen der schwarz-grünen Regierung nun zwar sichtbarer werden, aber nach wie vor ein Tabu in unserer Gesellschaft darstellen“.


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