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Bäuerliche Selbstbedienungsläden müssen erhalten und forciert werden

FPÖ-Agrarsprecher Schmiedlechner: "Öffnungszeiten für die regionalen Selbstbedienungsläden anpassen und Rechtssicherheit schaffen!"

„Wollen wir Regionalität? Wenn ja, dann müssen wir diese aber auch zulassen und unterstützen.“ Mit diesen Worten kommentierte heute, Donnerstag, FPÖ-Agrarsprecher Peter Schmiedlechner die aktuelle Diskussion über Selbstbedienungs-Container und Selbstbedienungs-Hofläden.

Viel Arbeit, wenig Verdienst

„Unsere Bauern verdienen sehr wenig, arbeiten aber sehr viel, und einige Bauern haben sich, um die Produkte besser zu vermarkten, einen Miniladen ohne Bedienung aufgebaut. Dieses Vermarktungskonzept ist aufgegangen und erfreut sich großer Beliebtheit, doch jetzt wird ihnen das Leben schwergemacht. Es ist unsinnig, hier auf strikte Öffnungszeiten zu pochen und damit das Geschäft der Bauern einschränken zu wollen - dies würde niemanden helfen“, betonte Schmiedlechner.

Supermärkte in direkter Konkurrenz

„Gerade in einer Zeit, in der immer mehr Bauern die Möglichkeit zur Direktvermarktung nutzen, mischt auch noch die Handelskette Rewe mit eigenen Billa-Selbstbedienungsläden mit. Gerade diese Handelskette treibt die heimischen bäuerlichen Familienbetriebe jetzt mit Billigstangeboten und Aktionen weiter in die Enge“, betonte der freiheitliche Agrarsprecher.

Wichtiges Zusatzeinkommen für Bauern

„Wir Bauern sind stolz auf unsere Produkte. Wir wollen diese direkt bei uns anbieten, damit wir unsere kleine Region beliefern und damit etwas Gutes tun - für die Leute, für die Umwelt. Genau mit dieser bäuerlichen Direktvermarktung schaffen es viele Betriebe, ein kleines Zusatzeinkommen zu lukrieren“, erklärte Schmiedlechner, der die Notwendigkeit dieses zweiten Standbeins betonte.

ÖVP unterstützt lieber große Ketten

„Die Einkommen in der Landwirtschaft sind sehr niedrig. So hat im Jahr 2019 ein Betrieb im Durchschnitt lediglich 27.966 Euro Einkommen erwirtschaftet. Warum werden diese Supermärkte wie etwa Billa, die uns unsere Zusatzeinnahmen streitig machen, auch noch von der ÖVP unterstützt? Das ist mir unbegreiflich!“, sagte Schmiedlechner. Die Ankündigung dieser Mini-Selbstbedienungsläden von Billa hat auch einen "Shitstorm" im Internet ausgelöst – diese kritischen Reaktionen sind vollkommen richtig“, betonte Schmiedlechner.

Öffnungszeiten wie bei Tankstellen oder Türken-Läden

„Was die Direktvermarkter jetzt brauchen, ist eine Änderung des Öffnungszeitengesetzes für kleine bäuerliche Selbstbedienungsläden. Es muss für die Direktvermarkter möglich sein, ihre Selbstbedienungs-Stände länger und auch an Feiertagen offenzulassen. Wenn ein derartiges Offenhalten bei kleinen türkischen Händlern oder auch bei Tankstellen, die oft auch als Nahversorger dienen, möglich ist, muss das auch für bäuerliche Selbstbedienungsläden gelten. Wir werden daher für diesen Bereich einen entsprechenden Antrag im Parlament einbringen, um das Öffnungszeitengesetz anpassen zu können“, kündigte Schmiedlechner an.


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