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26. März 2020 | Parlament, FPÖ

Belakowitsch: Massive personelle Aufrüstung des AMS dringend nötig

Tag für Tag erreichen uns Hilferufe von Betrieben, die im AMS-Bürokratiedschungel und der anderen Förderinstrumente der Regierung verzweifeln

Nationalratsabgeordnete Belakowitsch

Foto: FPÖ

„Was es jetzt braucht, ist eine personelle Aufrüstung des AMS in dieser Gesundheits- und Wirtschaftskrise. Vor allem das AMS und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind durch mehr als 150.000 zusätzlich gemeldete Arbeitslose und zehntausende Kurzarbeitsanträge am Limit und können das Arbeitsaufkommen nicht mehr bewältigen. Hier ist ÖVP-Arbeitsministerin Aschbacher gefordert, gemeinsam mit dem AMS-Management dafür zu sorgen, dass umgehend zusätzliches Personal rekrutiert und eingestellt wird, um Anträge zur Auszahlung der Arbeitslosengelder und der finanziellen Abdeckung der Kurzarbeitsanträge schnell abzuarbeiten. Passiert dies nicht, dann schafft man hier ein Nadelöhr, das verhindert, dass die Gelder zu den Betrieben und Arbeitnehmern kommen, um deren Lohn- und damit Lebenshaltungskosten abzudecken. Und das wäre nicht nur eine volkswirtschaftliche, sondern vor allem auch eine gesellschaftspolitische Katastrophe für hunderttausende Arbeitnehmer und ihre Familien, aber auch die österreichischen Unternehmen, wo viele bereits nach knapp zwei Wochen vor dem ökonomischen Kollaps stehen", warnte heute FPÖ-Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch.

Der Staat muss Geld für Mitarbeiter in den Gesundheits- und Pflegeberufen bereitstellen

„Gerade hier könnten das AMS und der Staat durch eine Joboffensive nicht nur die Schlagzahl der geforderten Dienstleistungen im eigenen Haus massiv erhöhen, sondern gekündigten Mitarbeitern aus der Wirtschaft auch direkt einen Arbeitsplatz verschaffen. Gleichzeitig muss man sich aber auch bei den AMS-Mitarbeitern, die derzeit übermenschliche Belastungen zu stemmen haben ein Bonus-System überlegen, das ihnen Mehrdienstleistungen und außerordentliche Belastungen ausgleicht“, so Belakowitsch.

Darüber hinaus müsse der Staat endlich auch ordentlich Geld in die Hand nehmen, um alle derzeit in den Gesundheits- und Pflegeberufen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein finanzielles Dankeschön durch zumindest ein monatliches Extragehalt und das steuerfrei, zu gewähren. „Das ist aus Sicht der FPÖ ein Gebot der Stunde. Wir werden bei der nächsten Nationalratssitzung einen entsprechenden Antrag zur Einführung dieses Bonussystems für die besonders betroffenen Berufsgruppen einbringen. Gerade jetzt sollte man im Sinne eines starken Wohlfahrtsstaates proaktiv handeln und nicht auf den Geldspeichern sitzen, die ja die Staatsbürger durch ihre Steuerleistung gefüllt haben, wie das derzeit offensichtlich noch das ‚Krisen-Trio‘ Kurz-Kogler-Blümel tut“, forderte Belakowitsch.


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