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24. August 2017 | Gesundheit

Belakowitsch: Sozialversicherungsstudie: Außer Spesen nichts gewesen

Der Erkenntnisgewinn ist gleich Null

Die lang erwartete Studie zum österreichischen Gesundheitssystem von SPÖ-Minister Alois Stöger ist da: Sie mahnt die Harmonisierung der Leistungen ein und legt vier alternative Struktur-Modelle vor. „Außer Spesen nichts gewesen: Warum der österreichische Steuerzahler für diese Studie 630.000 Euro springen lassen musste, weiß Stöger wahrscheinlich nicht einmal selbst so genau. Der Erkenntnisgewinn ist gleich Null: 'No na ned' sind die Leistungen zu harmonisieren und die Sozialversicherungsträger zusammenzulegen, 'no na ned' ist in der Verwaltung zu sparen und der Beruf des Hausarztes zu attraktivieren. Der Weg dorthin ist entscheidend und den haben wir SPÖ und ÖVP bereits mehrfach in unseren Anträgen vorgezeigt. Sie hätten nur zustimmen müssen – und die Österreicher hätten sich diese 630.000 Euro sparen können“, sagte heute die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses und FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Belakowitsch.

FPÖ fordert Gesundheitsversorgung ohne Barrieren

Gleicher Beitrag, gleiche Leistung, das sei Fairness – an der Harmonisierung der Leistungen führe daher kein Weg vorbei. Was die Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger betriffe, sei das Modell 1 der Studie das Minimum des Anzustrebenden. Ziel müsse letztlich ein "Dreisäulensystem Pensions-, Kranken- und Unfallversicherung" unter einem einheitlichen Dach sein – ohne die bisherige "ständische Unterteilung".  SPÖ und ÖVP hätten laut Belakowitsch in den vergangenen Jahren ein unfaires Dreiklassen-System aufgebaut und so das einst dichte Netz an Kassenärzten so ausgedünnt, dass Normalverdiener, die es sich nicht leisten können, oft Monate auf einen Facharzttermin warten. „Die Gesundheitsversorgung muss so gestaltet sein, dass es solche Barrieren nicht mehr geben kann“, betonte die FPÖ-Gesundheitssprecherin, die einmal mehr die Stärkung des Hausarztsystems in der Allgemeinmedizin und bei den Fachärzten forderte. 


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