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17. März 2020

Corona-Skandal Ischgl fügt Österreich nachhaltigen Schaden zu

Gesundheitsminister Anschober zur Stellungnahme aufgefordert – Auch Tiroler Landesregierung muss schonungslose Aufklärung betreiben.

Die letzten Tage haben gezeigt, dass rund um die Bekämpfung des Corona-Virus in Ischgl offenbar ein gravierendes Behördenversagen vorliegt. Auch aktive Einflussnahme kann nicht ausgeschlossen werden.

Behörden kamen nicht in Gang

Während Island und andere skandinavische Länder bereits in der ersten März-Woche feststellten, dass sich ihre Bürger allesamt beim Skifahren in der Region Ischgl angesteckt haben, kamen die Behörden in Österreich nicht in Gang und ließen das ansteckende Apres-Ski-Treiben weiter geschehen. Mittlerweile ist bewiesen, dass es hunderte Corona-Fälle europaweit gibt, deren Epizentrum in Ischgl liegt. Die Zahlen steigen weiter an.

FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer: „Dieser Skandal schadet Österreich nachhaltig. Ich erwarte mir dazu endlich eine Stellungnahme von Gesundheitsminister Rudolf Anschober, der sich als verantwortliches Regierungsmitglied mit Sicherheit über alle Details informiert hat.“

Landesrat Tilg als "Bauernopfer"?

Das gestrige – eher hilflos wirkende – Interview des Tiroler Gesundheitslandesrates Bernhard Tilg legt den Verdacht nahe, dass dieser nun der Öffentlichkeit als „Bauernopfer“ präsentiert werden soll. Tirols FPÖ-Landesparteiobmann Klubobmann Markus Abwerzger: „Der Fernseh-Auftritt gestern Abend war erschreckend, planlos - und ist aufklärungsbedürftig. Darüber hinaus hat uns Klubobleuten im Tiroler Landtag gestern der Landesamtsdirektor beim Obleuterat erklärt, dass das mit dem Abtransport der Gäste über Innsbruck nicht stimmen würde. Weiters waren Aussagen des Landessanitätsdirektor inakzeptabel und auch medizinisch falsch.“

Volle Transparenz Gebot der Stunde

Hofer: „Da machen es sich die Verantwortlichen zu einfach. Diese Vorgangsweise macht auch niemanden wieder gesund und trägt auch nicht dazu bei, dass Fehler in der Zukunft vermieden werden. Volle Transparenz ist das Gebot der Stunde.“

Aus Debakel richtige Schlüsse ziehen

Dabei gehe es Hofer nicht um wechselseitige Schuldzuweisungen, sondern darum, aus diesem Debakel die richtigen Schlüsse zu ziehen. Denn diese könnten Leben retten. Markus Abwerzger: „Wir brauchen jetzt kein Scherbengericht. Zuerst gilt es die Krise zu bewältigen, anschließend wird man sich aber sehr intensiv über diese Fehlentscheidungen unterhalten müssen.“


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