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16. Juni 2021 | Arbeit und Soziales, Parlament

Das Ehrenamt ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft!

FPÖ-Ehrenamtssprecherin Ecker: "Wir müssen alles tun, um Jugendliche wieder mehr fürs Helfen zu gewinnen."

Anlässlich einer Podiumsdiskussion gestern, Dienstag, im Parlament zum Thema Ehrenamt stellte FPÖ-Ehrenamtssprecherin Rosa Ecker fest: „Gegenseitige Hilfe und Unterstützung sind in Österreich tief verwurzelt. Das Ehrenamt ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und trägt auch zur Identifikation mit der Gemeinde bei. Sportvereine, Kirchenchor, Blasmusik, Sport, Kultur – auch diese Bereiche sind wichtig für das kulturelle und gesellschaftliche Leben. Das Ehrenamt bei den Blaulichtorganisationen sorgt dafür, dass sich in diesem wichtigen Bereich Freiwillige für die Gesellschaft engagieren und somit auch in einer Notsituation helfen. Die Corona-Krise hat erneut deutlich gemacht, dass der ehrenamtliche Einsatz etwa im Bereich Nachbarschaftshilfe enorm wichtig ist. Die Pandemie hat das zunehmende Bedürfnis nach einem gemeinschaftlichen Leben in sozialer Mitverantwortung noch verstärkt. Österreich zeigt ein beeindruckendes ehrenamtliches Engagement und dieses hat in der Zivilbevölkerung viel Vertrauen und ein hohes Ansehen“, betonte Ecker.

Nachuchs-Flaute durch Corona

Seit einem von FPÖ, SPÖ und ÖVP im Juli 2019 initiierten Abänderungsantrag gibt es in Österreich die gesetzliche Grundlage, um für einen Einsatz von der Arbeit freigestellt zu werden, wenn man sich bei Rettung oder Feuerwehr aktiv einbringt. Bei Großschadensereignissen ist die Ausfallsentschädigung aus dem Katastrophenfonds pauschal geregelt. „Wir dürfen unsere Feuerwehren, Rettungsorganisationen, Berg-, Flug- oder Wasserrettung nicht als eine Selbstverständlichkeit betrachten, sondern bestmöglich unterstützen. Das alles sind ehrenamtliche Tätigkeiten, die Leben retten“, verwies Ecker darauf, dass es in ihrem Heimatbundesland Oberösterreich den sogenannten ‚Ehrenamtsbonus‘ gibt: „Bei gleicher Qualifikation kann dieser bei Jobvergaben ausschlaggebend sein.“ In der Jungfeuerwehr ist coronabedingt schon zu bemerken, dass es an Nachwuchs fehlt. Das gilt aber durchaus auch beim Jugendrotkreuz und bei anderen Vereinen. „Wir müssen alles tun, um Jugendliche wieder mehr fürs Helfen zu gewinnen. Dazu wären etwa Freiwilligenzentren wie in Oberösterreich als Informationsstelle einzurichten, um das Engagement hervorzuheben und zu fördern“, erklärte Ecker.

Freiwillige Lebensretter brauchen Versicherungsschutz

„Die Freiwilligen sind unverzichtbar, leisten wertvolle Hilfe, auch wenn es nicht ihr Beruf ist. Diese engagierten Menschen sind überaus kompetent und agieren höchst professionell. Sie leisten Einsätze, bei denen sie als Retter nicht selten selber in Gefahr geraten. Darum ist ein Versicherungsschutz für alle Freiwilligen auf Bundesebene unbedingt notwendig. Genauso die Rückerstattung der Mehrwertsteuer, die beim Kauf auf Gerätschaften entfällt. Die Vignettenbefreiung unter FPÖ-Verkehrsminister Norbert Hofer kann nur der erste Schritt gewesen sein“, sagte Ecker.


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