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16. Februar 2021 | Innenpolitik, Parlament

Der türkise Hut brennt lichterloh!

FPÖ-Klubobmann Kickl: "Kurz und Blümel werden vom Fluch der bösen Tat eingeholt – Schwarz-türkise Gruselwelt."

Der türkise Hut brennt lichterloh! - FPÖ-Klubobmann Kickl: "Kurz und Blümel werden vom Fluch der bösen Tat eingeholt – Schwarz-türkise Gruselwelt."

Foto: FPÖ

Als „Noch-Regierungsmitglied“ bezeichnete FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl in seiner Rede im Nationalrat heute, Dienstag, den Finanzminister und sprach von einem schwarz-türkisen Sittenbild und einer schwarz-türkisen Gruselwelt. Der Ibiza-Ausschuss gehe auf die ÖVP zurück wie ein Bumerang. Die Vorwürfe gegen Gernot Blümel und die ÖVP würden ein gespenstisches Bild von Machtgier, Machtmissbrauch, Käuflichkeit und Manipulation zeichnen. „Und das, was diese Welt im Innersten zusammenhält, ist Sebastian Kurz.“ Blümel und sein "Lebensmensch" Kurz hätten gemeinsam Triumphe gefeiert, jetzt hole sie aber der Fluch der bösen Tat ein.

Machtergreifung des Sebastian-Kurz-Anbetungsvereins

Als besonders wichtig hob Kickl das „Projekt Ballhausplatz“ hervor, also die zu Papier gebrachte Strategie von Kurz, Blümel und Co., zuerst den Obmann der ÖVP abzusetzen, dann die Koalition zu sprengen und danach einen unglaublich intensiven Wahlkampf zu führen, um dann als Regierungschef für sich und seine Wegbegleiter die komplette Macht an sich zu reißen. Dieses Projekt laufe bis zum heutigen Tag. Es handle sich in Wahrheit um einen Aufmarschplan und einen Kampfauftrag für einen Systemwechsel in Österreich und die Machtergreifung der Neuen Volkspartei und des Sebastian-Kurz-Anbetungsvereins. Um dies umzusetzen, habe man „Geld, Geld und nochmals Geld benötigt für Inszenierung, Manipulation und Message Control“. 2017 sei die ÖVP-Bundespartei aber mit 30 Millionen Euro verschuldet gewesen.

"Kaufhaus Neue Volkspartei" für Sponsoren

Im letzten Sommer sei bei der Staatsanwaltschaft eine umfassende Anzeige eingegangen, die diesen Plan detailliert beschrieben habe und die mit Unterlagen unterfüttert gewesen sei, betonte Kickl. Angezeigt worden seien Blümel, Kurz, Elisabeth Köstinger, Alexander Melchior und Stefan Steiner. Offensichtlich habe ein Insider ausgepackt, daher rühre wohl das immense Bedürfnis der ÖVP, alles zu schreddern. Die Vorwürfe umfassten Amtsmissbrauch, Korruption und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Der Verfasser beschreibe detailliert, wie die Sponsoren bei Laune gehalten würden. Ihnen sei unglaublich viel versprochen worden, man könne geradezu von einem „Kaufhaus Neue Volkspartei“ sprechen. Dazu passe es auch, dass Kurz am 14. Mai 2017 mit einer Generalvollmacht ausgestattet worden sei.

Novomatic löst Geldprobleme für "Projekt Ballhausplatz"

Das nun bekanntgewordenen SMS an und von Blümel sei der Schlüssel, der dieses System aufsperre, und biete einen Einblick in ein dunkles Hinterzimmer hinter einer glänzenden Fassade, führte Kickl weiter aus. Harald Neumann von der Novomatic komme ja wohl auch nicht zufällig auf die Idee, Gernot Blümel zu kontaktieren. Es handle sich hier um keine Zufallsbekanntschaft, die Verbindung zwischen der alten und der neuen ÖVP und der Novomatic sei sehr alt und intensiv. Es gebe auch eine Vielzahl von Kontakten zwischen anderen Novomatic-Vertretern mit Bundeskanzler Kurz, und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka sei das Sinnbild der Kooperation mit Novomatic, die schon 2017 in das „Projekt Ballhausplatz“ genau eingeweiht gewesen sei und erkannt habe, dass das Grundproblem von Kurz das fehlende Geld gewesen sei. Führende Vertreter der Novomatic hätten sich mit dem Finanzierungsproblem der ÖVP befasst, was Kickl anhand zahlreicher Zitate belegte.

„Machen Sie reinen Tisch, Herr Finanzminister“

„Der türkise Hut brennt lichterloh“, fasste Kickl die Vorwürfe und Verdachtsmomente zusammen. Blümels Flucht nach vorne mit seiner eidesstattlichen Erklärung sei der nächste Rohrkrepierer gewesen. Das Problem sei nicht die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft, das Problem sei das System aus Macht und Geld, das System Kurz und Blümel. „Machen Sie reinen Tisch, Herr Finanzminister“, forderte der freiheitliche Klubobmann. „Game over, rien ne va plus! Nehmen Sie die politische Moral ernst, treten Sie zurück und nehmen Sie Bundeskanzler Kurz gleich mit!“


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