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18. Mai 2017 | Wahlen

Die FPÖ lag mit ihren Vorschlägen stets richtig

Kickl: „Wir machen Vorschläge, die werden von Rot-Schwarz zunächst abgelehnt, dann fadenscheinig kopiert, aber nicht umgesetzt."

Goldrichtig lag die FPÖ nicht nur beim Zeitpunkt für ihre Kampagne. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl erläutert im NFZ-Interview, warum die Österreicher dem „Schmied“ FPÖ vertrauen sollten und nicht den „Schmiedln“ Christian Kern und Sebastian Kurz.

NFZ: Herr Generalsekretär, das nennt man wohl perfektes Timing: Die Koalition platzt, und die FPÖ zieht eine Wahlkampagne aus dem Hut.

Kickl: Nach den letzten Wochen war ein Platzen der Stillstandskoalition absehbar. Dass das mit dem Zeitpunkt der Präsentation unserer Kampagne zusammenfiel, fällt in die Kategorie vom Glück des Tüchtigen. Und darum geht es auch in der Kampagne. Wir machen Vorschläge, die werden von Rot-Schwarz zunächst abgelehnt, dann fadenscheinig kopiert, aber nicht umgesetzt. Überspitzt könnte man formulieren: Mit der Vorverlegung der Wahl hat die Koalition zumindest einen FPÖ-Vorschlag umgesetzt.

NFZ: SPÖ-Kanzler Christian Kern hat sein „Macher-Image“ bereits nachhaltig ramponiert. Aber könnte Sebastian Kurz jetzt ein Konkurrent der FPÖ werden?

Kickl: In den medialen Lobeshymnen auf Herrn Kurz wird mutwillig ausgeblendet, dass Kurz seit sechs Jahren Mitglied dieser Stillstandskoalition ist, also ein federführender Mittäter an der Politik ist, die unser Land in diese katastrophale Lage geführt hat. Sieht man sich seine politischen Kehrtwendungen der letzten Jahre an, kommt man zwangsläufig zu dem Schluss, dass er ein Rückgrat aus Gummi haben muss, um das durchzuhalten. Wobei gesagt werden muss, dass es sich dabei ja auch wieder nur um Ankündigungen handelt, auf deren Umsetzung – siehe Rückschiebe-Abkommen – Österreich noch immer wartet.

NFZ: In Frankreich hat Emmanuel Macron mit dieser „Bewegungs-Masche“, die Kurz kopiert, die Präsidentschaftswahlen gewonnen...

Kickl: Das ist nur ein weiteres Zeichen, dass der Herr Kurz sein politisches Überleben nur mit Ideen anderer zu sichern weiß. Ob die Bünde und die Landesfürsten der ÖVP dabei mitspielen, ist die eine Frage. Und ob ihn das dazu bewegen könnte, unsere Ideen – die er schamlos kopiert – auch umzusetzen, ist die andere Frage, die sich die Österreicher zum Kurz‘schen „BewegungsSchmäh“ stellen sollten.

NFZ: Muss die FPÖ nicht befürchten, dass sie in dem aufgebauschten Wahl-Duell Kern gegen Kurz auf der Strecke bleibt?

Kickl: Diese These würde den Österreichern unterstellen, dass sie noch immer nicht kapiert haben, dass es den beiden Heißluft-Reformpredigern einzig um den Erhalt der Macht geht. Die Sorgen, die Ängste oder gar die vitalen Interessen der Österreicher interessieren bei SPÖ und ÖVP doch schon lange niemanden mehr. Das haben die Österreicher in den letzten elf Jahren zur Genüge erlebt – genauso, wie die FPÖ mit ihren Vorschlägen stets richtig gelegen ist. Also: Wieso den unsicheren Schmiedl wählen und nicht gleich den Schmied? Das ist die entscheidende Frage bei der Nationalratswahl für die Österreicher.

NFZ 18.05.2017


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