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02. August 2022 | FPÖ, Finanzen, Frauenpolitik

"Equal Pension Day": Initiative Freiheitliche Frauen bietet Info-Vortragsreihe zur finanziellen Vorsorge

FPÖ-Frauensprecherin Ecker: "Frauen haben noch immer rund 40 Prozent weniger Pension als Männer - Wir haben in Österreich vorrangig bei Frauen eine Altersarmut."

FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker beklagt die große Kluft zwischen Frauen- und Männer-Pensionen.

Foto: FPÖ

„Frauen und Finanzen, vor allem aber Frauen und die finanzielle Absicherung auch im Pensionsalter sind enorm wichtige Themen“, so heute, Dienstag, die Bundesobfrau der „initiative Freiheitliche Frauen“ (iFF) und FPÖ-Frauensprecherin Rosa Ecker im Hinblick auf den "Equal Pension Day" am morgigen 3. August.

Frauen können sich Pensionsvorsorge oft nicht leisten

„Zu diesem Stichtag werden Männer schon so viel Pension erhalten haben, wofür Frauen noch das ganze Jahr arbeiten müssen. Die iFF hat deshalb in Oberösterreich mit einer Informations-Vortragsreihe zu den finanziellen Vorsorgemöglichkeiten für Frauen mit der Expertin für Finanzbildung und Vorsorgeberatung, Martina Roither, gestartet“, erklärte Ecker. „Es ist leider immer noch so, dass Frauen sich oftmals nicht selbst darum kümmern und zumindest mit kleinen Beträgen für ihre eigene Zukunft vorsorgen. Es kommt aber natürlich auch der Umstand dazu, dass viele Frauen sich eine monatliche Einzahlung in eine entsprechende Vorsorge schlicht nicht leisten können. Kümmern sich Frauen um die Kinder, leisten Familien- oder gar Pflegearbeit, so sollte das jedem Mann auch einen Beitrag für die finanzielle Vorsorge der Frau wert sein.“

Frauen-Pension im Schnitt bei 1.200 Euro

Nach wie vor erwirtschaften Frauen in Österreich rund 40 Prozent weniger Pension als Männer. Die durchschnittliche Frauenpension liegt bei 1.200 Euro. „In Wels fand kürzlich der erste Vortrag von Martina Roither statt, und für einige Anwesende gab es angesichts der Daten und Fakten und beim Betrachten der Einzahlungen ins Pensionssystem durchaus ein 'Aha-Erlebnis'. Immerhin geht es auch um Pensionslücken wegen Betreuungszeiten, Teilzeitarbeit wegen der Versorgung der Familie, aber auch geringfügige Beschäftigung. All diese Umstände führen dazu, dass am Ende der Erwerbstätigkeit zu wenig Pension am Konto landet, um davon seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können - wir haben in Österreich vorrangig bei Frauen eine Altersarmut . Die schwarz-grüne Regierung muss daher in dieser Frage endlich einmal etwas dagegen tun“, betonte Ecker.

Finanzielle Abhängigkeit im Alter

Laut Roither werden Frauen im Vorsorgebereich zwar aktiver, „sie geben aber die Verantwortung für die Vorsorge gerne ab und bleiben beziehungsweise landen damit in der finanziellen Abhängigkeit im Alter". Die Expertin erläuterte das Drei-Säulen-Modell der Pensionsversicherung ebenso wie Anleihen, Fonds, Bausparer oder Lebensversicherungen.

Teuerungen treffen Pensionistinnen besonders

„Frauen müssen verstärkt einfordern, dass sie vom Ehemann beziehungsweise Partner finanziell mit einem Beitrag abgesichert werden. Gerade jetzt, in Zeiten hoher Inflation und Teuerung, spüren besonders Frauen, dass um dasselbe Geld immer weniger im Einkaufswagen ist. Pensionistinnen, die ohnehin mit einer geringen Pension auskommen müssen, trifft das noch schlimmer“, verwies Ecker darauf, dass es in den Bundesländern weitere Vortrags-Termine geben wird, um sich über Finanzvorsorge informieren zu können.


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