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28. Mai 2020 | Familie, Finanzen, Parlament

Familienbeihilfe für von Corona-Krise betroffene Familien verdoppeln

FPÖ-Familiensprecherin Mühlberghuber: "Hohe Arbeitslosigkeit reißt immens großes Loch in Familienlastenausgleichsfonds."

„Die Budgetzahlen im Bereich Familie sind alles andere als in Stein gemeißelt. Es ist damit zu rechnen, und davon geht das Familienministerium aus, dass der Familienlastenausgleichsfonds entgegen den ursprünglichen Erwartungen negativ bilanzieren wird. Die beschlossenen Maßnahmen im Zuge der Corona-Krise verursachen geringere Einnahmen durch wegfallende Dienstgeberbeiträge infolge rückläufiger Beschäftigung, und die extrem hohe Arbeitslosigkeit - es ist mit Abstand die höchste in der Zweiten Republik - wird in den nächsten Monaten weiter steigen und erzeugt ein immens großes Loch im Familienlastenausgleichsfonds, aus dem die Auszahlung der Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld sowie Unterhaltszahlungen finanziert werden“, erklärte die freiheitliche Familiensprecherin Edith Mühlberghuber heute, Donnerstag, im Nationalrat.

Unterhaltsvorschuss zu mager budgetiert

„Die Unterhaltsvorschusszahlungen sind mit 137,7 Millionen Euro budgetiert. 2019 wurden 134 Millionen Euro an Unterhaltsvorschusszahlungen ausbezahlt, davon sind 89 Millionen Euro, das sind 66 Prozent, zurückgezahlt worden. Die restlichen 34 Prozent können nicht eingefordert werden, das heißt, der Staat bleibt auf 45 Millionen Euro sitzen. Laut Prognosen wird die Arbeitslosenrate weiterhin ansteigen, daher sind diese 137,7 Millionen Euro Unterhaltsvorschusszahlungen sehr mager budgetiert“, so Mühlberguber.

Mehrfach-Belastung für Eltern durch Corona

„Gerade unsere Familien haben es momentan mit den hohen Belastungen sehr schwer, und da sind die 60 Millionen Euro, die aus dem Corona-Familienhärteausgleichsfonds bereitgestellt sind, nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. Die drastischen Maßnahmen wie geschlossene Schulen oder Betreuungseinrichtungen haben für Familien eine enorme Herausforderung dargestellt. Viele Eltern arbeiteten via 'Homeoffice', betreuten 'nebenbei' ohne jegliche Unterstützung durch die Großeltern ihre Kleinkinder und halfen den Schulpflichtigen bei ihren Hausaufgaben. Eltern waren in dieser Ausnahmesituation mehrfach belastet und leisteten Außergewöhnliches“, betonte Mühlberghuber und brachte einen Antrag ein, der für die Zeit der Corona-Krise eine Verdoppelung der Familienbeihilfe einfordert.


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