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21. Oktober 2021 | Land- und Forstwirtschaft

„Farm to Fork“ bringt nur Belastungen!

FPÖ-Agrarsprecher Schmiedlechner: "Trotz des von der EU verordneten Produktionsrückgangs wird 'Farm to Fork' keinen Vorteil fürs Klima bringen und nur alles teurer machen."

„Wie lange wollen wir unsere Bauern noch quälen?“, fragte der freiheitliche Agrarsprecher Peter Schmiedlechner nach dem EU-Beschluss der „Farm to Fork“-Strategie. „Der Name der Strategie – ‚Vom Hof auf den Teller‘ - klingt zwar gut, in Wirklichkeit kommt es aber zum massiven Produktionsrückgang in Europa, und die Produktion wird nach Übersee ausgelagert. Wie dort die Umwelt- und Tierwohlstandards aussehen, muss man nicht wirklich näher erklären“, betonte Schmiedlechner.

Geplante Rückgänge zwischen zwölf und 15 Prozent

„Das ÖVP-geführte Landwirtschaftsministerium hat vollkommen versagt. Es werden unsere Bauern und die kleinen Familienbetriebe einfach geopfert. Es gibt bereits Folgenabschätzungen, die das eindeutig beweisen. So soll die landwirtschaftliche Produktion in Europa bis zu zwölf Prozent sinken, bei den Ölsaaten und beim Getreide wird sogar von 15 Prozent gesprochen. Und wozu das Ganze? - Um den 'Green Deal' zu erfüllen. Jenes unsägliche Vorhaben, das klimaschädliche Emissionen nicht verhindert, sondern nur verlagert, und zwar in die Drittländer“, erklärte Schmiedlechner.

Statt "Meilenstein" doch nur Bauchfleck

„Noch im Juli hat ÖVP-Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger den 'Green Deal', zu dem auch die 'Farm to Fork'-Strategie gehört, noch als 'Meilenstein' begrüßt. Jetzt haben wir aber den Schmarrn! Wie sollen das unsere Bauernfamilien eigentlich stemmen?“, fragt sich Schmiedlechner, der die Bauernschaft verteidigte und darauf hinwies, dass dies wahrlich kein „Meilenstein“, sondern ein „Bauchfleck“ sei. „Die Konsumenten zahlen drauf, weil diese Strategie zur Verteuerung der Lebensmittel führt. Und die Bauern zahlen drauf, weil auf sie mehr Auflagen und Richtlinien zukommen und auch ein Wettbewerbsnachteil entsteht. Nicht einmal der Umwelt bringt 'Farm to Fork' etwas, denn die langen Transportwege und die niedrigen Standards und der hohe Pestizideinsatz in den Drittländern werden Probleme bringen. Ich weiß nicht, auf welcher Seite die türkise Ministerin stehen will - auf jener der kleinstrukturierten Landwirtschaft in Österreich sicher nicht“, stellte Schmiedlechner fest.


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