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„Farm to Fork“ ist von Ideologie getriebener Großangriff auf Europas Bauern

FPÖ-EU-Mandatar Haider: "Mit der von der EU-Kommission geplanten 'Green Deal'-Landwirtschafts-Strategie wird die EU auf Dauer zum Lebensmittelimporteur."

„‘Farm to Fork‘ ist ein Großangriff auf Europas Bauern und bedroht die Lebensmittelversorgung des Kontinents“, kritisierte heute, Dienstag, der freiheitliche Europaparlamentarier Roman Haider diese EU-Landwirtschafts-Strategie für die kommenden zehn Jahre, die Teil des "Green Deal" ist. Wieder einmal zeige die EU-Kommission, dass ihr Ideologie wichtiger sei als Fakten. Eine Umsetzung dieser Strategie würde zu einer Verringerung des Lebensmittelangebots sowie zu einer Preissteigerung für die Konsumenten führen, wie mehrere Studien klar zeigten. Durch ein Absinken der Lebensmittelproduktion um zehn Prozent, bei Fleisch um rund fünfzehn Prozent, werde die EU auf Dauer vom Lebensmittelexporteur zum Importeur. Außerdem verliere die europäische Landwirtschaft an Konkurrenzfähigkeit, sodass ein Import von Billigware aus dem Ausland attraktiver werde. „Offensichtlich ist der EU-Kommission die Versorgungssicherheit der Europäer mit Lebensmittel n schlichtweg egal“, stellte Haider fest. Aber auch der Umwelt werde damit kein Gefallen erwiesen, da es einmal mehr zu Produktionsverlagerungen ins Ausland mit deutlich schlechteren Umweltauflagen komme.

Chemische Produkte nicht per se böse

Die Verringerung der Düngemittel um zwanzig und der Pestizide um fünfzig Prozent sei dazu völlig utopisch. „Wie sollen dann gute Erträge erzielt und Schädlinge ferngehalten werden?“, fragte Haider. Diese abstrusen Zielvorgaben erinnerten an sowjetische Planungsbehörde Gosplan, die mit ähnlich abwegigen Zielvorgaben agiert hätte. Außerdem stelle sich die Frage, warum diese Mittel bisher zugelassen seien, wenn sie doch so gefährlich wären. Offensichtlich folge die EU-Kommission der kindlichen Annahme, dass chemische Produkte einfach böse seien.

Österreich mit vielen Kleinbetrieben besonders betroffen

Gerade für kleinere Agrarbetriebe seien die neuen Auflagen tödlich, sodass mit einer Konzentration auf die große Agrarindustrie zu rechnen sei. „Das trifft natürlich gerade Österreich mit seiner kleinteiligen, aber naturverbundenen Landwirtschaft besonders hart“, erklärte Haider.

Negativ-Studie mehrere Monate unter Verschluss

„Bezeichnenderweise fehlt noch immer eine Folgenabschätzung für die Auswirkungen von 'Farm to Fork'. Anscheinend möchte man in Brüssel nicht mit unangenehmen Fakten konfrontiert werden“, so Haider, denn die bisher vorliegenden Studien, selbst jene der gemeinsamen Forschungsstelle der EU-Kommission, hätten die Nachteile von "Farm to Fork" schonungslos offengelegt. Es sei deswegen kein Zufall, dass die hauseigene Studie mehrere Monate unter Verschluss gehalten worden sei.

Insekten-Schnitzel als Fleischersatz?

Völlig abwegig sei es, den Europäern vorschreiben zu wollen, was sie in Zukunft zu essen hätten. „Die Bevorzugung einer vegetarischen Lebensweise mag zwar den Vorstellungen linker NGOs entsprechen. Mit ausgewogener Ernährung hat das aber nichts zu tun“, meinte Haider. Wenn man lese, „Farm to Fork ziele darauf ab, die Verfügbarkeit und die Herkunft von alternativen Proteinen wie pflanzlichen, mikrobiellen, marinen und insektenbasierten Proteinen und Fleischersatzprodukten zu erhöhen“, könne man sich vorstellen, wohin die Reise nach Vorstellung der Eurokraten gehen soll. Die Verdrängung konventioneller Lebensmittel durch Insektennahrung zu forcieren, zeige die völlige Abgehobenheit der EU-Kommission. „Offensichtlich soll die Nahrung der Europäer demnächst aus dem Labor, statt vom Feld kommen“, zeigte sich Haider entsetzt. „Zusammenfassend lässt sich feststellen, die EU-Kommission bleibt ihrem Kurs, die Lebensgrundlagen der Europäer in allen Bereichen zu zerstören, treu“, sagte Haider.


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