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17. Juni 2020 | Bildung

Faßmanns Digitalisierungsplan für Schulen ist eine Farce

FPÖ-Bildungssprecher Brückl: "Echte Modernisierung des Unterrichts sieht anders aus - die entscheidende Frage liegt im Software- und nicht im Hardware-Bereich."

Als „Farce“ bezeichnete FPÖ-Bildungssprecher Hermann Brückl den Digitalisierungsplan für Schulen von Bildungsminister Faßmann. „Es ist zwar gut und richtig, den Schülern entsprechende Geräte zur Verfügung zu stellen und den Breitbandausbau zu forcieren, die entscheidende Frage stellt sich aber vielmehr im Software- und nicht im Hardwarebereich – ein Meilenstein ist das nicht“, so Brückl.

Unterricht selbst gehört digitaler gestaltet

„Es wäre ja viel wichtiger, zu wissen, wie sich der Unterricht selbst digitaler gestalten lässt. Mit welchen Inhalten und Methoden möchte man den Lehrbetrieb modernisieren? Welche Programme werden verwendet, um den Unterricht zukunftsfit zu machen? Vor allem über den Breitbandausbau und verbesserte WLAN-Verbindungen wird seit Jahren gesprochen und nichts ist passiert, hier ist der Handlungsbedarf schon längst überfällig gewesen“, erklärte der FPÖ-Bildungssprecher.

Mehr Probleme geschaffen als gelöst?

Darüber hinaus sei laut Brückl fraglich, inwieweit Lehrer und Schüler vertraut im Umgang mit digitalen Lehrinhalten sind. „Die Prämisse muss sein, einen Mehrwert aus den angekündigten Maßnahmen zu ziehen. Wenn den Lehrkräften die entsprechende Ausbildung und das Know-how diesbezüglich fehlt, sehe ich mehr Probleme auf uns zukommen, anstatt bestehende zu lösen“, so Brückl.

Ankündigungen ohne ausgereiften Plan

„Den vielgepriesenen Meilenstein kann ich den angekündigten Vorhaben nicht entnehmen. Dafür sind sie zu unklar und stellen leider nur einen Tropfen auf den heißen Stein unseres Bildungssystems dar. Eine echte Modernisierung sieht für mich jedenfalls anders aus. Es bleibt, wie immer, bei Ankündigungen ohne ausgereiften und durchdachten Plan. Es wird nicht verwundern, wenn am Ende wieder eine halbherzige Lösung ohne konkrete Lehrziele umgesetzt wird“, betonte Brückl.


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