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06. April 2021 | Gesundheit, Innenpolitik

FPÖ-Bundesparteiobmann Hofer besorgt über Impf-Stillstand in Österreich

Versprochene Immunisierung bis zum Sommer kaum möglich - Medienöffentliche Expertenrunde mit Regierung, Opposition und Sozialpartnern soll ehrlichen Ausblick geben.

„Mit der von den Ländern der Ostregion beschlossenen 'Osterruhe' wurde anscheinend auch die Corona-Impfung stillgelegt“, zeigt sich FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer besorgt. Das Impf-Tempo habe zu Ostern deutlich nachgelassen - und das von einem niedrigen Niveau ausgehend. Laut Webseite des Gesundheitsministeriums haben erst rund sechs Prozent der Menschen im Alter 16 + in Österreich die vollständige Impfung erhalten und sind dadurch mit einer Immunisierung ausgestattet - 16 Prozent wurde erst einmal geimpft. Rund um die Osterfeiertage sei das Impfen überhaupt stark zurückgefahren worden.

Rückkehr zur "Normalität" im Sommer illusorisch

Hofer: „Am Samstag sind beispielsweise nur 18.644 Impfdosen verabreicht worden. Bis zum Sommer werden nicht alle Menschen, die das wollen, durch eine Impfung immunisiert sein. So ehrlich muss die Bundesregierung bitte endlich sein. Das Versprechen von einer Rückkehr zur Normalität bis zum Sommer, wie sie die Österreicher gewohnt waren, wird nicht erfüllt werden können - wie so viele Behauptungen und Ankündigungen in dieser Pandemie.“

Verantwortung auf Bundesländer abgeschoben

 

Wie desorientiert die Bundesregierung bereits sei, zeige der Umstand, dass die Verantwortung jüngst an die Bundesländer weitergegeben wurde, denen nun in der öffentlichen Wahrnehmung der „schwarze Peter“ zugeschoben werden soll. Hofer: „Das kann nur auf Anraten der Marketingabteilung der Regierung erfolgt sein, verantwortungsvoll ist dieser Plan jedoch nicht. Es ist vielmehr eine blasse Geste der Hilflosigkeit. In einer landesweiten Pandemie liegt der Schwerpunkt in der Bekämpfung ganz eindeutig beim Bund.“

Mehr Ehrlichkeit von Regierung gefordert

 

Am morgigen Mittwoch findet die nächste Videokonferenz zwischen der Regierung und den Obleuten der Oppositionsparteien mit den geladenen Experten statt. „Ich werde in dieser Konferenz das Impf-Debakel ansprechen. Außerdem möchte ich vom Kanzler wissen, wie er sein Versprechen einer zeitnahen Impfung der Österreicher angesichts des bisherigen Scheiterns der Impfkampagne zu erfüllen gedenkt. Immerhin hat er im Jänner persönlich die Verantwortung für die Impfungen dem Gesundheitsminister entzogen und übernommen. Ich werde auch die Experten fragen, ob sie die Inhalte des Oster-Videos des Kanzlers mit der versprochenen Auferstehung im Mai teilen und ob die Zahlen das hergeben“, kündigt der FPÖ-Bundesparteiobmann an, der mehr Ehrlichkeit von der Bundesregierung für die Situation des Landes einfordert.

Düstere Zukunftsaussichten

„Dass jede Woche möglicherweise entscheidend ist, wissen die Österreicher schon seit mehr als einem Jahr. Ich fürchte, die Menschen wissen aber nicht, was in den nächsten Monaten noch auf sie zukommt. Und ich meine hier zunächst die gesundheitspolitischen Herausforderungen. Irgendwann werden wir aber auch über die ins Haus stehenden Pleiten, über das Bekämpfen von Arbeitslosigkeit, über neue Armut, über ein unüberschaubares Budget-Loch, das Totalversagen der EU sowie über den bildungspolitischen Schaden zu sprechen haben.“

Was kommt wirklich auf uns Österreicher zu?

 

Hofer fordert im Sinne von Klarheit und Transparenz eine medienöffentliche Konferenz zur Bewältigung der Corona-Krise, an der neben den Experten, die seit vielen Monaten die Regierung beraten, die Bundesregierung, Opposition und Sozialpartner teilnehmen: „Damit würde Österreich endlich einen ehrlichen Ausblick auf das bekommen, was noch auf das Land zukommt. Es gab genug Regierungs-Pressekonferenzen, ausreichend Taferln und zu viel an nicht eingehaltenen Ausblicken.“


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