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22. Dezember 2020

FPÖ – Ecker: Altersheim-Besuchsregeln verschärfen Einsamkeit und gehen an Realität vorbei

Wien (OTS) - Deutliche Worte fand heute FPÖ-Seniorensprecherin NAbg. Rosa Ecker, MBA zu den verschärften Besuchsmaßnahmen in Altersheimen:

„Ja, wir müssen Risikogruppen schützen, aber mit Maß und Ziel und vor allem mit Regeln, die realistisch auch umsetzbar sind. Wenn zu Weihnachten nur zwei Personen aus einem gemeinsamen Haushalt mit FFP2-Maske und einem negativen Antigen-Testergebnis, das nicht älter als 24 Stunden sein darf, Zutritt erhalten darf, so wurde offenbar vergessen, dass auch einige Ärzte und Apotheken über die Weihnachtstage urlaubsbedingt geschlossen sein könnten, um eine Maske zu kaufen.“

„Zudem sind nach den Ankündigungen der Regierung vom Sommer, wonach ein ‚Pakt gegen Einsamkeit‘ kommen soll, bis dato keinerlei Maßnahmen erfolgt. Viele Senioren leben alleine in ihrem Haushalt und hatten vor der COVID-19-Pandemie persönliche Kontakte zu Familienmitgliedern und Freunden. Seit März beobachten aber Psychologen und Hilfsorganisationen eine deutliche Zunahme der Einsamkeit. Gesprächspartner am Telefon, Einkaufshilfen und Arztbesuchsbegleitungen helfen zwar den Alltag zu bewältigen, aber wir brauchen dringend ein Konzept, damit die ältere Generation nicht weiter an der Einsamkeit leiden muss“, forderte Ecker die schwarz-grüne Regierung zum Handeln auf. „Kurz, Kogler und Anschober müssen dafür Sorge tragen, dass die Liste der Corona-Verlierer nicht noch länger wird, denn die Auswirkungen auf Wirtschaft, Familien und Frauen sind ja hinlänglich bekannt. Nun gilt es auch für Senioren akzeptable Regeln zu finden und ihnen eine entsprechende Unterstützung zukommen zu lassen“, betonte die FPÖ-Seniorensprecherin.

„Obwohl die Regierung schon am 1. Dezember ankündigte, allen Personen über 65 Jahren zehn Gratis-FFP2-Schutzmasken zukommen zu lassen, sollen sie erst diese Woche ausgeliefert werden“, so Ecker, die aber hervorhob, dass „diese Bevölkerungsgruppe mehr als nur FFP2-Masken als Unterstützung und Schutz bräuchten.“


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