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13. September 2014

FPÖ fordert Sondergipfel wegen drohender Gasknappheit

Wie lange will die Regierung eine nationale Energiestrategie noch auf die lange Bank schieben?

Während man in Österreich die reduzierten Gaslieferungen stillschweigend zur Kenntnis nimmt und über deren Gründe noch rätselt, ist man diesmal auf europäischer Ebene einen Schritt weiter, weiß der freiheitliche Energiesprecher und Dritte Präsident des Nationalrates Ing. Norbert Hofer. Der scheidende EU-Energiekommissar Oettinger habe bereits Ende August Alarm geschlagen und wollte bis Mitte Oktober ein EU-Konzept vorlegen, „das für jeden Mitgliedstaat sicherstellt, dass warme Wohnungen und die Finanzierung der Infrastruktur und der Erhalt unserer Industrie in den Monaten von November bis März möglich bleibt.“

Dass von den 8,1 Milliarden Kubikmetern Gas, die in den neun österreichischen Gasspeichern lagern, laut RAG (Rohöl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft) nur etwa die Hälfte dieser Mengen Österreich zuzurechnen sei, verdeutliche den Ernst der Lage und signalisiere dringenden Handlungsbedarf. Immerhin schwele der Konflikt zwischen Rußland und der Ukraine schon seit fünf Jahren.

Die Halbherzigkeit der Bundesregierung beim Ausbau erneuerbarer Primärenergiequellen räche sich jetzt. Nun sei von steigenden Gaspreisen auszugehen und im Falle von Sabotageakten an Pipelines, illegalen Entnahmen oder gar eines Lieferstopps reichten die Vorräte bestenfalls für ein paar Monate, warnt Hofer.

„Angesichts der äußerst prekären Lage vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts muss Österreich das Heft endlich selbst in die Hand nehmen und mit der Ausarbeitung eines nationalen Energiestrategie-Plans unter Einbindung aller relevanten Stakeholder beginnen, um Österreich aus der Energieabhängigkeit zu führen“, betont der freiheitliche Energiesprecher.

Foto: Fachverband Gas Wärme/Andreas Scheiblecker


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