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16. Juni 2020

FPÖ – Hafenecker: Neue Video-Veröffentlichung exakt nach ÖVP-Masterplan

Wien (OTS) - „Noch heute habe ich in der Pressekonferenz gemeinsam mit unserem Klubobmann Herbert Kickl angekündigt, dass rechtzeitig vor der Einvernahme von Kurz und Co. im U-Ausschuss wieder Video-Schnipsel in den Medien kursieren werden, um die Aufmerksamkeit von der Involvierung des ÖVP-Kanzlers und seines engsten Umfelds in den schwarzen tiefen Staat wegzulenken. Keine zwölf Stunden später ist es bereits soweit. Überraschend ist nur, dass man offenbar völlig darauf verzichtet, Spuren zu verwischen, und die Nebelgranate über die inoffizielle Parteizeitung ‚Kurier‘ zündet“, reagierte der freiheitliche Fraktionsführer im U-Ausschuss, NAbg. Christian Hafenecker auf die aktuelle Veröffentlichung über weitere heimlich aufgezeichnete Videos mit dem ehemaligen Politiker Johann Gudenus, die ihn beim Konsum von Drogen zeigen sollen.

„Fakt ist überdies, dass der vom Kurier zitierte Bericht der SOKO Tape dem U-Ausschuss bisher nicht vorliegt – ebenso wenig wie die erwähnten Videos, die angeblich sichergestellt wurden und seit fast zwei Monate im Bundeskriminalamt ‚bearbeitet‘ werden“, so Hafenecker. Es sei daher klar, dass der Kurier direkt aus den schwarzen Netzwerken versorgt wurde, die sowohl das Innen- als auch das Justizministerium durchziehen. „Ein weiterer Beweis dafür, dass wir mit unserer intensiven Beschäftigung mit dem schwarzen Faden durch diese Republik und der Thematisierung des schwarzen tiefen Staats genau richtig liegen und gewissen ÖVP-Kreisen offenbar schon ziemlich auf die Zehen getreten sind“, folgerte Hafenecker.

Angesichts der gegen Gudenus erhobenen Anschuldigungen stellte Hafenecker fest, dass dieser unmittelbar nach der Veröffentlichung des Ibiza-Video von allen Ämtern und Funktionen zurückgetreten sei und seine politische Karriere beendet habe. „Ein derart einsichtiges und konsequentes Verhalten würde man aktuell von jenem Mann erwarten, der rund 20 Milliarden Euro an Staatsbeteiligungen, also die wirtschaftlichen Schätze der Republik verwaltet“, verwies Hafenecker auf aktuelle Drogenvorwürfe gegen ÖBAG-Alleinvorstand Thomas Schmid, einer der engsten Vertrauten von Kanzler Kurz.

„Und dass der deutsche Minderheitseigentümer an der Kronen Zeitung damals seine Anteile abstoßen wollte, war ein offenes Geheimnis in der gesamten Medienbranche. Dazu brauchte es keinen Herrn Gudenus, sondern vielmehr Leute wie Rene Benko. Ebenso ein Kurz-Freund, womit sich der Kreis zur ÖVP wiederum schließt“, merkte der freiheitliche Fraktionsführer zu dem Umstand an, dass Gudenus über die Kronen Zeitung und ihren Miteigentümer, die Funke-Gruppe, gesprochen haben soll, wobei Benko später von deren Auslandsholding die Hälfte ihrer Anteile an der Krone und – viel zu wenig beachtet – auch am Kurier übernommen habe.


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