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16. April 2015

FPÖ: Hübner warnt vor US-getriebenem Kampf der Oligarchen in der Ukraine

EU darf sich nicht von den Amerikanern in einen Krieg um Rohstoffe verwickeln lassen

Wien (OTS) - Der außenpolitische Sprecher der FPÖ, NAbg. Johannes Hübner, warnt angesichts aktueller Entwicklungen in der Ukraine vor einem "Kampf der Oligarchen", in den zudem die USA massiv verwickelt seien. Hintergrund ist der eskalierte Konflikt zwischen Präsident Poroschenko - selbst als "Schokoladenkönig" groß im Geschäft - und dem Milliardär Igor Kolomoiski, der in Kolomoiskis Absetzung als Gouverneur der Dnepr-Region gipfelte. Kolomoiski hatte zuletzt die Zentralen seiner Firmen von Privatsoldaten besetzen lassen und sogar damit gedroht, sein Heer Richtung Kiew marschieren zu lassen, weil ein neues Gesetz seinen Einfluss auf die wichtigsten Gasförder- und Transportbetriebe beschneidet.

"In der Ukraine geht es derzeit zu wie in Russland unter Jelzin, wo einander Oligarchen mit ihren Söldnertruppen blutige Schlachten um die wichtigsten Betriebe geliefert haben, die sie dem Staat und damit den Bürgern geraubt haben", beschreibt Hübner die Lage und übt massive Kritik an den USA: "Offiziell stehen sie hinter Poroschenko, doch daneben sind Personen aus dem Umfeld von Vizepräsident Biden und Außenminister Kerry in einflussreichen Positionen in Kolomoiskis Imperium tätig. Mit dieser Politik, die vor allem auf die Kontrolle des Gasgeschäfts abzielt, destabilisieren die USA das Land, anstatt auch nur den geringsten Beitrag zur friedlichen Beilegung des Konflikts zu leisten."

Die Europäische Union und auch Österreichs Regierung fordert Hübner daher auf, endlich aus diesem perfiden Spiel auszusteigen, anstatt sich - etwa durch die Pläne einer gegen Russland gerichteten Energieunion - auch noch aktiv daran zu beteiligen. "Nur ein Ende der Sanktionen gegen Russland kann die USA dazu zwingen, ihre aggressive Haltung gegenüber Russland und ihre Destabilisierungspolitik in der Ukraine aufzugeben. Denn die USA sind die einzigen Nutznießer dieser unseligen Sanktionen, während die EU-Staaten, Russland und ganz besonders die Ukraine darunter zu leiden haben", erklärt der freiheitlichen Außenpolitik-Sprecher.

Es sei geradezu skurril, wenn Russland vorgeworfen werde, pro-russische Separatisten zu unterstützen, während sich gleichzeitig die Ukraine in diesem Konflikt privater Söldnertruppen bediene. Bezeichnendes Beispiel dafür ist die jüngste Aussage von Premier Jazenjuk über den Oligarchen Kolomoiski, dessen Job es laut Jazenjuk gewesen sei, "den Vormarsch der Separatisten in seiner Region aufzuhalten" - freilich mit privaten Militärverbänden, deren Finanzierung durchaus auch aus den USA erfolgt sein könnte.

Über die Hintergründe des Kampfes der Oligarchen in der Ukraine berichtet die heute erscheinende Ausgabe der "Neuen Freien Zeitung", abrufbar unter: http://bit.ly/1EKINAi


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