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10. September 2021

FPÖ – Kaniak: Ärztekammer beginnt gegen das eigene Klientel zu agieren

Wien (OTS) - „Wie wenig die Ärztekammer und das Gesundheitsministerium von Meinungspluralität hält, wurde am 3. September in einem „Memorandum of Understanding“ festgeschrieben. So steht darin wortwörtlich: ‚Die Ärztekammer wird eine Medienkampagne sowie eine Kampagne unter der Ärzteschaft durchführen, um die Impfbereitschaft in der Bevölkerung zu erhöhen. Dazu gehört auch das Ansprechen des Impfthemas bei anderen Arztterminen (zB Gesundheitsvorsorgeuntersuchung) und wird verstärkt gegen Ärzte und Ärztinnen, die Falschinformationen verbreiten, vorgehen‘“, zitierte der freiheitliche Gesundheitssprecher und Vorsitzende des parlamentarischen Gesundheitsausschusses NAbg. Mag. Gerhard Kaniak aus dem Schriftstück.

Damit unterstelle der Ärztekammerpräsident all jenen Ärzten, welche maßnahmen- und impfkritisch seien, die Unwahrheit zu sprechen und falsche Informationen zu verbreiten. „Das alleine ist schon eine infame Unterstellung. Wenn man bedenkt, dass unsere niedergelassenen Ärzte hoch engagiert sind, sich unentwegt fortbilden und jeden Tag eine Patientenflut sondergleichen zu bewältigen haben, ist die wissenschaftliche Kompetenz unserer Ärzte sicherlich höher als jene eines Kammerfunktionärs. Gerade die Ärzte, die tagtäglich am Patienten sind, können am besten beurteilen, wie sie womit ihre ‚Schützlinge‘ zu behandeln haben“, so Kaniak.

„Weiters wird unter dem Punkt ‚Honorarvereinbarung‘ das verniedlichende Wort ‚Stich‘ anstatt ‚Injektion‘ verwendet.“ Das passe wohl besser in ein Kinderbuch, als in eine Vereinbarung zwischen Kammer und Gesundheitsministerium. Da fehle nur mehr, dass von einem „Jaukerl“ gesprochen werde. „Hier will man unterschwellig Impfstoffe und Impfungen verharmlosen, die natürlich auch Nebenwirkungen haben, und für die es zum Teil keine Zulassungen gibt. Wir Freiheitliche fordern von der Ärztekammer zurück an den Start, hin zu einem offenen, demokratischen und wissenschaftlich fundierten Diskurs unter Anhörung aller Stimmen.“ Eine Zwangsmitgliedschaft in einer Kammer dürfe zu keinen Restriktionen von kritischen Mitgliedern führen, denn eine Standesvertretung habe alle Angehörige zu vertreten, betonte Kaniak.


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