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18. Juli 2017

FPÖ-Mayer erhebt schwere Bedenken gegen Unbedenklichkeit von Glyphosat

Wien (OTS) - „Nach dem Scheitern der EU-Zulassung von Glyphosat im vergangenen Jahr hat der zuständige EU-Kommissar Andriukaitis nun angekündigt, einen neuen Anlauf zur Genehmigung des umstrittenen Unkrautvernichters starten zu wollen. Andriukaitis hält das auch unter dem Namen ‚Round Up‘ bekannte Herbizid nach einer Studie der Europäischen Chemikalienagentur ECHA aus dem Frühjahr 2017 für ungefährlich. Die Unbedenklichkeit von ‚Round Up‘ speziell mit dieser Studie belegen zu wollen, ist an Naivität kaum zu überbieten“, kritisierte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Georg Mayer. „Beinahe zeitgleich mit der Veröffentlichung dieser Analyse wurden nämlich Mails des Herstellers Monsanto veröffentlicht, die eine Beeinflussung zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten zu diesem Thema belegen“, so Mayer.

„Bekanntestes Beispiel für den massiven Druck durch Monsanto ist eine unabhängige Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO, in der Forscher vor einer Krebsgefahr durch das Mittel warnen. Forscher, die an der Erstellung dieser Untersuchung beteiligt waren, klagten über massive persönliche Anfeindungen und Diffamierungen. Der Monsanto-Chef Hugh Grant bezeichnete die WHO-Studie als ‚Schrottwissenschaft‘“, sagte Mayer.

„Sollte sich der EU-Rat nun zur Genehmigung dieser Substanz entscheiden, dann ist das ein klares Zeichen, dass hier Konzerninteressen Vorrang vor Verbraucherschutz genießen. Wir werden uns massiv gegen die Neuzulassung von Glyphosat wehren und fordern auch von Seiten der österreichischen Regierung Widerstand im Rat“, betonte Mayer.


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