Skip to main content
10. April 2017

FPÖ-Pisec: Erfindungen sind nicht mit Innovationen gleichzusetzen

Aktueller Jahresbericht des Österreichischen Patentamtes liegt vor

Wien (OTS) - „Österreichs Erfindergeist kann sich international messen. Das zeigt der Jahresbericht 2016 des Österreichischen Patentamtes klar“, zeigte sich der freiheitliche Bundesrat und Industriesprecher Mag. Reinhard Pisec, Obmann-Stellvertreter der Sparte Industrie in der Wiener Wirtschaftskammer, erfreut. Erfindungen seien jedoch nicht 1:1 ident mit Innovationen (die Umsetzung von Erfindungen), so wie es uns die Regierung glaubhaft machen möchte, kritisierte Pisec.

Es sei kein Geheimnis, dass österreichische Unternehmen aufgrund der exorbitant hohen Lohnzusatzkosten im internationalen Wettbewerb Nachteile hätten. Allzu oft würden österreichische Erfindungen an der Umsetzung mangels verfügbaren Kapitals scheitern, zeigte Pisec auf. Das Ergebnis dieser unerfreulichen Situation sei, dass tüchtige österreichische Unternehmen mit ihren Patenten von internationalen Mitbewerbern aufgekauft würden. Daher wäre es notwendig, die Rahmenbedingungen endlich so zu gestalten, dass Erfindungen auch innerbetrieblich zu Innovationen werden können. „Dazu sind allerdings Investitionen notwendig“, betonte Pisec.

„Unsere Betriebe benötigen: die Einführung eines Investitionsfreibetrages zwischen 20-30%, den Ausbau von flächendeckenden Breitbandanschlüssen und steuerlich attraktive Patentlizenzen, so wie es in England und der Schweiz der Fall ist, die dadurch eine enorme Sogwirkung in Forschung und Entwicklung erzielen“, fasste Pisec die freiheitlichen Forderungen zusammen.

Erfindungen seien in erster Linie technische Errungenschaften. Gerade diese benötige der Standort Österreich, möchte man international den Anschluss nicht verlieren. 2013 habe die Bundesregierung zwei Milliarden Euro durch den Verkauf preislich überhöhter Frequenzpakete erzielt. „In den Ausbau der Breitbandanschlüsse – so wie versprochen - sind diese Milliarden noch immer nicht vollständig eingesetzt worden“, mahnte Pisec.

„Es wäre sicherlich sinnvoller, das erwirtschaftete betriebliche Kapital nicht durch überhöhte Steuerern an die Regierung abliefern zu müssen, sondern für die Umsetzung der technischen Erfindungen im eigenen Betrieb zu belassen; die Einführung des Investitionsfreibetrages wäre der wichtigste Multiplikator für die Umsetzung innerbetrieblicher Forschung & Entwicklung“, so Pisec.


Beliebteste Beiträge

Blitzlicht

© 2017 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.