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23. Dezember 2019

FPÖ präsentiert Historikerbericht

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker präsentierte heute den knapp 700 Seiten umfassenden Historikerbericht gemeinsam mit Andreas Mölzer und dem Historiker Thomas Grischany. Das Projekt sei ernsthaft und wissenschaftlich bearbeitet worden, so Hafenecker. Die Arbeit am Bericht habe gezeigt, dass es einige Themenfelder gibt, die es galt, wissenschaftlich aufzuarbeiten. Das habe auch dazu geführt, dass dieses Projekt immer größer geworden sei, weshalb es auch nicht bald abgeschlossen werden konnte.

FPÖ war schneller als SPÖ und ÖVP

Dass aber die FPÖ zu lange gebraucht habe, will man nicht gelten lassen. „Wir waren um einiges schneller als die ÖVP, die sechs Jahre für ihren Bericht gebraucht hat. Die SPÖ hat sich sogar zehn Jahre Zeit gelassen“, erinnert der freiheitliche Generalsekretär. Die FPÖ konnte für den Bericht auch zwei Historiker aus Israel gewinnen.

Gegenöffentlichkeit wollte nicht ernsthaft diskutieren

Und Hafenecker nahm jene Kritiker ins Visier, die den Historikerbericht nicht einmal kannten, ihm aber gleich wissenschaftliche Mängel attestierten. Hinzu kommt noch, dass die Gegenöffentlichkeit nicht einmal bereit war, sich im Zuge einer Podiumsdiskussion einer Auseinandersetzung zu stellen. 30 Personen hatte die FPÖ auf der Einladungsliste. „Zuerst gab es vorsichtige Zusagen und dann wurden plötzlich die Rollbalken runtergefallen, niemand war bereit zu diskutieren“, so Hafenecker. Nachdem mehrere Termine ausgeschrieben wurden, aber es Absagen hagelte, stand die FPÖ zu ihrem Wort, den Bericht noch vor Weihnachten zu veröffentlichen.

Patriotische Partei

Grischany, der zu den zahlreichen Autoren des Historikerberichts zählt, nahm inhaltlich Stellung. Er bezeichnete den Begriff des Nationalen als zentrales Element des freiheitlichen Lagers. Nach dem Zweiten Weltkrieg sei der Begriff mit der Solidarität mit den Heimatvertriebenen verbunden gewesen. Seit Jörg Haider bis heute komme er vermehrt mit einem österreichischen Patriotismus zum Ausdruck, die Bedeutung der nationalen Identität für das freiheitliche Lager habe aber nichts mit Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus zu tun. 

Kein Wurmfortsatz 

Der Bericht umfasst auch personelle Verflechtungen mit der NSDAP. Grischany betonte allerdings: Trotz personeller Verflechtungen habe die FPÖ auf inhaltlicher, materieller Ebene ein Eigenleben und sei nicht bloß eine Art Wurmfortsatz eines Sammlungsbeckens der „Ehemaligen“. Vieles in dem Bericht befasse sich mit der Wehrpolitik. Es gebe auch kleine Beiträge zum Islam und zum Nationsbegriff. Auch einen Überblick über die Restitutionsmaßnahmen sei in dem Bericht enthalten. Auch die Rolle von Jörg Haider in diesem Bereich spiele eine Rolle in dem Bericht. Und zusätzlich gehe es auch um Bestrebungen der Vergangenheitsbewältigung, etwa durch Kurt Scholz.

Burschenschaften sind nicht Vorfeldorganisationen der FPÖ

Es gibt auch Ausführungen über die Rolle der Burschenschaften und ihre Verbindung zur FPÖ. Allerdings wurde von Mölzer klargestellt, dass die Burschenschaften keine Vorfeldorganisationen der FPÖ sind und damit es rein schon aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich war, Einblick in deren Archive zu bekommen. 


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