Skip to main content
20. November 2020

FPÖ – Wurm: Bildungspolitik darf nicht unter die „Corona-Räder“ kommen!

Wien (OTS) - „Die Problemstellungen im österreichischen Bildungssystem sind leider nicht neu, wir haben sie schon oft diskutiert. Eines muss aber erneut klar gesagt werden: Tausende Kinder haben bereits in der Vergangenheit die Schule nach neun Pflichtjahren mit erheblichen Defiziten abgeschlossen. Wissenschaftlichen Studien zufolge, verlassen zwischen 20 und 25 Prozent aller Kinder das österreichische Schulsystem als faktische Analphabeten, sie können weder sinnerfassend lesen, rechnen oder schreiben. Diese ohnehin dramatische Situation verschärft sich gerade jetzt in Zeiten von COVID-19 noch mehr. Wir verlieren jetzt aktuell tausende Kinder in Österreich, die durch Distance learning keinen sinnvollen Unterricht mehr erleben können. Und ich sehe hier auch kein Licht am Ende des Tunnels, solange ÖVP-Bildungsminister Faßmann die Hände in den Schoß legt und die Zukunft unserer Kinder einfach dieser grundfalschen Corona-Politik überlässt. ÖVP und Grüne produzieren eine verlorene Bildungsgeneration. Das ist erschütternd. Die Bildungspolitik darf nicht unter die ‚Corona-Räder‘ kommen“, betonte heute FPÖ-Nationalratsabgeordneter Peter Wurm.

Die Freiheitlichen setzen sich auch für zeitnahe Wiederholungstermine von Matura-Teilprüfungen ein, damit die betroffenen Schüler nicht in ihrem beruflichen Fortkommen blockiert werden. Paragraf 36 des Schulunterrichtsgesetzes sieht für Wiederholungen von Teilprüfungen beziehungsweise von Prüfungsgebieten der abschließenden Prüfung folgende Termine vor: a) innerhalb der ersten sieben Wochen des Schuljahres, b) innerhalb von sieben Wochen nach den Weihnachtsferien und c) innerhalb der letzten neun oder, wenn es die Terminorganisation erfordert, zehn Wochen des Unterrichtsjahres.

Da die Terminmöglichkeit nach Punkt c) in der Praxis mit dem Haupttermin zusammenfalle, sei eine erstmalige Wiederholung frühestens gemäß Punkt a) innerhalb der ersten sieben Wochen des Schuljahres möglich, also in etwa nach vier Monaten. „Somit werden Schüler in ihrem weiteren Lebensweg möglicherweise entscheidend behindert, da weitere Planungen oft von der erfolgreichen Ablegung der Matura abhängen. Da ein früherer Wiederholungstermin laut Schulunterrichtsgesetzt möglich wäre, ist ein solcher mit einer Verordnung leicht umsetzbar“, so Wurm.

„Wir wollen jenen, welche die Matura im ersten Anlauf nicht geschafft haben, die Möglichkeit geben, eine Wiederholungsprüfung noch vor Ende des Schuljahres absolvieren zu können – wenn sie das möchten. Dafür bedarf es auch keiner Gesetzesänderung, da im Schulunterrichtsgesetz ein Wiederholungstermin innerhalb der letzten neun oder zehn Wochen eines Schuljahres erlaubt ist. Damit stünde den betroffenen Schülern nichts mehr im Weg, rasch ihren weiteren Lebensweg zu beschreiten. Das ist keine ideologische Frage. Davon würden alle profitieren und wir werden hier sicher nicht lockerlassen“, sagte Wurm.


© 2020 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.