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07. September 2014

Gartelgruber: Klares Nein zur "Reißverschluss-Wahlordnung"

Die freiheitliche Frauensprecherin NAbg. Carmen Gartelgruber erteilt den Plänen der ÖVP-Frauenchefin Dorothea Schittenhelm, die sich aktuell für eine Änderung der Wahlordnung ausspricht, um auf Kandidatenlisten die Frauenanzahl bei zukünftigen Wahlgängen zu erhöhen, eine klare Absage. Fakt sei, dass viele Frauen aus verschiedensten Gründen den Gang in die Politik nicht einschlagen wollen, was die Kandidatinnensuche äußerst erschwert. Parteien nun auf sämtlichen Listen ein System aufzwingen zu wollen, dass abwechselnd auf einen Mann eine Frau kandidierten muss, könne fast schon als irrsinnig gewertet werden. Das dürfte selbst einer ÖVP nicht auf allen Ebenen gelingen. "Schittenhelms Visionen grenzen an Realitätsferne. Eine derartige Frauenchefin ist defcto untragbar", so Gartelgruber.

Und die FPÖ-Frauenchefin hinterfragt, wie denn das Reißverschlussprinzip angewendet werden möge, wenn man an das jüngst bekannte gescheiterte Beispiel der SPÖ Oberösterreich bei der "Causa Ablinger" erinnert: "Was ist, wenn aus dem Nationalrat sämtliche Frauen ausscheiden und hinter ihnen die Männer zum Zug kommen? Theoretisch gäbe es dann noch weniger Frauen im Parlament als ohnehin! Man sieht, dieses System ist nicht durchdacht und bringt im Endeffekt niemanden was!"

Zwar sei es wichtig, Frauen vermehrt für den Gang in die Politik zu motivieren. Die ÖVP-Frauen wollen aber nun mit einem Zwangskorsett die Frauenquote heben, was vollkommen falsch sei. Vielmehr sei es notwendig, die Frauenförderung in den Vordergrund zu stellen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stehe an erster Stelle für Frauen und sollte auch in der ÖVP-Frauenpolitik stärker berücksichtigt werden. Abschließend stelle sich die Frage, ob SPÖ und ÖVP demnächst über Quoten für Migranten, Senioren, Jugendliche, vielleicht dann noch Transgender, Gewerkschafter etc. "visionieren" wollen.

 


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