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04. März 2018 | Wahlen

Großer Wahlerfolg für die FPÖ auch in Kärnten

FPÖ legt unter Gernot Darmann um sechs Prozent auf 22,9 Prozent zu, Grüne fliegen aus dem Landtag

Auch bei der dritten Landtagswahl dieses jungen Jahres konnte die FPÖ einen deutlichen Wahlerfolg einfahren. Spitzenkandidat Gernot Darmann hat es damit nach dem Wahldebakel von 2013 nun auf 22,8 Prozent der Stimmen (plus sechs Prozent) geschafft, was neun Sitze im Landtag bedeutet (plus drei). Damit konnte sich die FPÖ als zweitstärkste Kraft in Kärnten klar vor der ÖVP etablieren.

SPÖ legte als einzige stärker zu als FPÖ

Verhalten getrübt wird dieser Erfolg nur von den ebenfalls starken Zugewinnen der SPÖ unter Landeshauptmann Peter Kaiser, die nach Auszählung der meisten Stimmen um 10,6 Prozent auf 47,8 Prozent zulegen konnte. Im Landtag mit 36 Sitzen bedeutet das mit 18 Sitzen (plus drei) ein knappes Verfehlen der absoluten Mehrheit (19 Sitze), Kaiser braucht also auf jeden Fall einen Koalitionspartner.

Grüne fliegen mit 3,2 Prozent aus dem Landtag

Die ÖVP unter Spitzenkandidat Christian Benger bewegte sich nur verhalten, steht bei 15,6 Prozent (plus 1,2) und stellt im Landtag sechs Mandate (plus eines). Die Grünen haben mit 3,1 Prozent keine Chance mehr, die Fünf-Prozent-Hürde für den Landtag zu schaffen und fliegen nach 14 Jahren in der Landesregierung hinaus. Spitzenkandidat Rolf Holub wird dadurch seinen Job als Landesrat los und hat schon angekündigt, sich aus der Politik zurückzuziehen.

Zitterpartie für Team Kärnten

Für das Team Kärnten (Ex-Stronach) gab es zunächst eine Zitterpartie, denn mit anfangs 5,6 Prozent hätten sie nach Auszählung aller Stimmen noch aus dem Landtag fliegen können. Das änderte sich aber, zuletzt lag das Team Kärnten bei soliden 5,7 Prozent (minus 5,5), was drei Sitze im Landtag bedeutet (minus einer). Nicht geschafft haben es die erstmals angetretenen NEOS mit lediglich 2,2 Prozent. Andere  Kleinparteien hatten keine Chance auf einen Einzug.

Ein "Wandermandat" wechselte am Wahlsonntag mehrmals zwischen SPÖ, ÖVP und FPÖ. Zuletzt lag es Sonntag Abend - hauchdünn abgesichert - bei der ÖVP. Erst nach Auszählung der Wahlkarten am Montag zeigte sich, dass es neuerlich und endgültig zur SPÖ gewechselt hatte. Mit 18 (von 36) Mandaten geht sich nun keine Koalition mehr gegen die SPÖ aus.

Drei Koalitions-Möglichkeiten

Landeshauptmann Kaiser ließ sich in einer ersten Stellungnahme noch alle Koalitions-Optionen offen und will sich schon nächste Woche in Verhandlungen begeben. Mit der FPÖ aber auch mit der ÖVP ginge sich jeweils eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Landtag aus, aber auch mit dem Team Kärnten könnte die SPÖ regieren.

FPÖ-Generalsekretärin Marlene Svazek erklärte, dass der sachliche und faire Wahlkampf Gernot Darmanns ein schönes Ergebnis gebracht habe: "Wir haben den Niedergang der FPÖ in Kärnten deutlich gestoppt". Der klare zweite Platz zeige, dass die Kärntner Wähler die Freiheitlichen in der Regierung haben wollen.


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