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05. Oktober 2018 | Medien, FPÖ, Parlament

Hafenecker: Offener Brief an ORF-Generaldirektor Wrabetz

Reaktion auf das Schweigen des ORF-Chefs zu den wiederholten Manipulationsversuchen zum Schaden der FPÖ durch ORF-Journalisten

Manfred Werner / wikimedia.org (CC-BY-SA-3.0-migrated)

Der Österreichische Rundfunk hat es als seine innerlichste Aufgabe zu betrachten, eine unverfälschte Berichterstattung frei von persönlichen Befindlichkeiten und politischer Einflussnahme auszusenden und zu verbreiten.

Politische Einflussnahme in öffentliche Meinung

In den letzten Monaten wurden leider immer wieder Fälle bekannt, die eine Manipulation von Tatsachen nicht nur nahe legen, sondern eindeutig belegen, als Beispiel sei hier die Berichterstattung im Tiroler Wahlkampf erwähnt. Die Hintergründe solcher Machenschaften liegen eindeutig in versuchter politischer Einflussnahme in die öffentliche Meinung und sind auf das schärfste zu verurteilen.

Im Zuge der Nationalratssitzung vom 25. September 2018 hielt der SPÖ-Abgeordnete und ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian seine Abschiedsrede vor den Abgeordneten. Natürlich zeigten auch freiheitliche Mandatare mit Applaus Respekt und Anerkennung, mit ihnen Frau Bundesminister Beate Hartinger-Klein und natürlich auch ich selbst.

Manipuliertes "Kopfschütteln" von Hartinger-Klein

Die Redakteurin der ZiB1 am 26. September 2018 Helma Poschner, zeigte aber ein unwahres Bild mit einem definitiv manipulierten Inhalt, in dem sie ein Kopfschütteln der Ministerin aus einem komplett anderen Zusammenhang, nämlich der Rede der SPÖ-Abgeordneten Pamela Rendi-Wagner, entnahm und in die Applaus-Szene einsetzte. Dies erweckte den Eindruck, dass die Bundesministerin unhöflich auf den Abschied des Abgeordneten Katzian reagierte.

Dieser Vorfall wurde bereits am 29. September 2018 von mir über eine Presseaussendung zur Diskussion gebracht. Es gab von Ihrer Seite aber keine Reaktion.

Abschiedsrede eines Abgeordneten "frisiert"

Genau bei dieser Sitzung des Nationalrates wurde Innenminister Herbert Kickl vorgeworfen, die Pressefreiheit in Gefahr bringen zu wollen. Diese Vorwürfe wurden wohl mehr als stichhaltig entkräftet, aber dann offenbart der ORF sein wahres Gesicht und manipuliert den Inhalt einer Abschiedsrede eines Abgeordneten.

Und der Hauptverantwortliche schweigt

Ihr Schweigen zu diesem ungeheuren Vorfall, Herr Direktor Wrabetz, ist der zweite Skandal in dieser Angelegenheit. Als Letztverantwortlicher, der sie nun einmal sind, haben Sie die Pflicht, in solchen Fällen Maßnahmen zu ergreifen und bei Bundesministerin Hartinger-Klein, der Freiheitlichen Partei und beim österreichischen Publikum um Entschuldigung zu bitten und eine Richtigstellung der Tatsachen zu veröffentlichen.


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