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07. Juli 2019

Handelsabkommen mit ,Mercosur‘ darf nicht ratifiziert werden“

„Verwundert über Meinungsschwenk der ÖVP“

Das bevorstehende Handelabkommen der mit EU mit dem gemeinsamen Markt Südarmerikas (dieser ist als "Mercosur" bekannt) sorgt aktuell wieder für Kritik, zumal Ex-Kanzler Sebastian Kurz auf einmal Nachbesserungen im Handelsvertrag einfordert. FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Maximilian Linder fordert ein generelles Aus. „Im Sinne der österreichischen Landwirtschaft und unserer heimischen Produkte darf das Handelsabkommen ,Mercosur‘ nicht ratifiziert werden. Wir würden damit eine Gefährdung unserer Qualitätsstandards für Lebensmittel sowie eine Verschlechterung im Bereich des Tier- und Umweltschutzes in Kauf nehmen. Daher sprechen wir uns auch gegen dieses Handelsabkommen aus“,

Warnung vor Konkurrenzdruck

„Wir stehen klar hinter unseren Landwirten, die nicht nur die Versorgungssicherheit in Österreich garantieren, sondern auch tagtäglich mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Heimat und Kultur leisten. Eine Ratifizierung des Handelsabkommens mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay würde aber zu einer Erhöhung des Konkurrenzdrucks durch einen Import von Billigprodukten, die teils unter widrigen Auflagen und daher kostengünstiger produziert werden können, führen. Dem ist im Sinne der Nachhaltigkeit und dem Schutz unserer heimischen Produkte nicht zuzustimmen“, betonte Linder.

2017 für ÖVP noch Koalitionsbedingung

Verwundert zeigte sich der freiheitliche Agrarsprecher jedoch über den plötzlichen Meinungsschwenk der ÖVP bei diesem Thema. „War eine Zustimmung zu diversen Handelsabkommen vonseiten der ÖVP 2017 noch Koalitionsbedingung, spricht sich Kurz nun - scheinbar auf Druck der eigenen Bauernvertreter - gegen ,Mercosur‘ aus. Die FPÖ stand diesem Thema jedoch immer kritisch gegenüber und hat vor den Folgen für die heimische Landwirtschaft gewarnt“, so der freiheitliche Agrarsprecher.


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