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30. August 2019 | Verkehr, Wahlen

Haselsteiner glaubt, Regierung sei schuld an Westbahn-Verlusten

FP-Generalsekretär Hafenecker: "Finanzielle Probleme der Westbahn nicht Schuld der Verkehrsminister - Haselsteiner soll aufhören, sich in Wahlkämpfe einzumischen."

Der Neos-Sponsor und Westbahn-Miteigentümer Hans-Peter Haselsteiner (Strabag) sieht sich durch die türkis-blaue Bundesregierung benachteiligt und hat deshalb über die Westbahn-Anwälte Anzeige gegen Unbekannt wegen Untreue erstatten lassen. Es geht um einige Aufträge im Jahr 2018, bei denen die ÖBB zum Zug gekommen sind, obwohl laut Haselsteiner die Westbahn deutlich günstigere Anbote gemacht hätte. ÖBB und Verkehrsministerium wiesen die Vorwürfe umgehend zurück.

"Agitation nimmt schön langsam pathologische Züge an"

Der freiheitliche Generalsekretär und FPÖ-Verkehrssprecher Christian Hafenecker ist fassungslos über die neuerliche Einmischung Haselsteiners in einen laufenden Wahlkampf: „Seine Agitation nimmt schön langsam pathologische Züge an. Die heute via Westbahn vorgebrachten Vorwürfe entbehren jeder Grundlage - das wusste Haselsteiner freilich schon vorher, trotzdem nützt er jede Chance, um der FPÖ Schaden zuzufügen. Schon im Bundespräsidenten-Wahlkampf lieferte er mit der ‚Kommt Hofer, kommt Öxit‘ - Kampagne den Tiefpunkt der Wahl-Auseinandersetzung.“

"Strabag einer der größten Profiteure öffentlicher Aufträge"

„Die Strabag ist einer der größten Profiteure öffentlicher Aufträge. In einem Interview mit dem ‚trend‘ hat Haselsteiner bereits im Mai bestätigt, dass er keinerlei Benachteiligung bei Staatsaufträgen erkennen konnte. Ich rate ihm daher, sich in nobler Zurückhaltung zu üben und sich generell von der Politik fernzuhalten. Seine Spenden an eine Parlamentspartei von homöopathischer Größe sind kein guter Stil - die kurz vor Inkrafttreten des neuen Parteiengesetzes getätigte Großspende an die Neos erst recht nicht“, so Hafenecker.

"Hofer war erster Verkehrsminister, der Westbahn besuchte"

Der freiheitliche Verkehrssprecher erinnert Haselsteiner bei dieser Gelegenheit daran, dass die finanziellen Probleme nicht die Schuld der Ex-Verkehrsminister Norbert Hofer, Jörg Leichtfried oder Alois Stöger, sondern woanders zu suchen seien: „Norbert Hofer war übrigens der erste Verkehrsminister, der der Westbahn einen Besuch abgestattet hat. Die Gesprächsbasis zwischen Hofer und Westbahn-Geschäftsführer Erich Forstner war übrigens sehr gut. Seinen heutigen Auftritt im Auftrag von Haselsteiner nehme ich Forstner nicht übel - ich kann verstehen, unter welchem Druck er steht“, betonte der freiheitliche Generalsekretär.


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