Skip to main content
06. Oktober 2017

„Herr Bundeskanzler, Ihr Rücktritt bitte!“

SPÖ-Kanzler Christian Kern sei nicht bereit, die Verantwortung zu übernehmen!

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl wirft im NFZ-Interview SPÖ-Kanzler Christian Kern vor, sich aus der Verantwortung zu der von der SPÖ-initiierten „Schmutzkübel-Kampagne“ drücken zu wollen: „Kern hat sich damit für jedes Amt im Staate disqualifiziert!“

NFZ: Der SPÖ-Geschäftsführer ist zurückgetreten, SPÖ-Chef Kern hat Aufklärung in der Sache „Dirty Campaigning“ angekündigt. Ist für Sie die Sache damit erledigt?

Kickl: Der Rücktritt von Georg Niedermühlbichler war in Wahrheit nur die Flucht nach vorne, denn Niedermühlbichler ist hier nur das Bauernopfer der SPÖ. Der Verantwortliche, SPÖ-Kanzler Christian Kern, verschanzt sich in seinem Kanzlerbüro. Zur Erinnerung: Es war Kern, der auf Empfehlung seines Beraters Alfred Gusenbauer Herrn Silberstein in sein Wahlkampfteam geholt hat, obwohl bereits damals ein Haftbefehl gegen Silberstein aus Rumänien vorlag. Selbst nach dessen Verhaftung und dem Auffliegen von mehreren Verunglimpfungsvideos aus Silbersteins Schmutzkampagnenküche hat Kern keine reinen Tisch gemacht. Der SPÖ- Chef trägt die volle Verantwortung für diese Entgleisung seines Wahlkampfteams.

NFZ: Sie fordern also den Rücktritt Kerns. Auch als Bundeskanzler?

Kickl: Christian Kern hat sich für jedes Amt im Staate disqualifiziert und ist als Kanzler völlig untragbar. Denn er hat ja noch im August alle dubiosen Machenschaften des Herrn Silberstein abgestritten und dessen Arbeit für ihn heruntergespielt: Silberstein soll angeblich nur Meinungsumfragen durchgeführt haben. In der Zwischenzeit wissen wir, dass der Herr Silberstein der Dreh- und Angelpunkt der gesamten SPÖ-Kampagne war, angefangen von dem unseligen Wahlspruch „Holen Sie sich, was Ihnen zusteht“ bis hin zur Schmutzkübel-Kampagne auf Facebook.

NFZ: Sie glauben also nicht Kerns Aussage, dass hier andere ihre Finger im Spiel gehabt haben?

Kickl: Das ist der billige Versuch, sich aus der Täterrolle in die des Opfers zu schwindeln. Von Anbeginn seiner Kanzlerschaft ist Christian Kern der Bevölkerung als universalkompetenter Manager präsentiert worden, der alle Fäden in der Hand hat. Er hat angekündigt, der „Machtversessenheit und Zukunftsvergessenheit“ in der Politik ein Ende zu machen. Aber diese Ankündigung hat das Schicksal wie alle folgenden Versprechen seines „Plan A“ erlitten: Sie sind alle nicht einmal ansatzweise umgesetzt worden – das gilt im gleichen Maße auch für Sebastian Kurz und die ÖVP, alt wie neu. Kern hat die Machtversessenheit der „alten SPÖ“ übernommen und wie ein eiskalter Manager den Wahlkampf geplant, inklusive der Schmutzkübel-Kampagne des Herrn Silberstein. Er ist nicht bereit, selbst Verantwortung zu übernehmen. Er hat seinen Bundesgeschäftsführer als Sündenbock geopfert, aber selbst ist er nicht bereit, bei den Dingen auch nur anzustreifen, die maßgeblich mit ihm zu tun haben. Er steht jetzt da wie Goethes Zauberlehrling: Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los.

NFZ 05.10.2017


© 2017 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.