Skip to main content
07. Mai 2019 | Medien

Jan Böhmermann darf Österreich im ORF beschimpfen

Acht Millionen Österreicher seien debil, junger Bundeskanzler "nicht normal", Österreich ein Nazi-Land - FPÖ-Generalsekretäre Vilimsky und Hafenecker fordern Entschuldigung und Distanzierung von ORF-Generaldirektor Wrabetz.

Der deutsche ZDF-Staatskünstler Jan Böhmermann lieferte am gestrigen „Kulturmontag“ im ORF wieder einmal eine eindrucksvolle Probe seines vorgeblich „satirischen“ Schaffens – die sich bei näherem Hinsehen allerdings nur als (weitere) plumpe Österreich-Nazi-Beschimpfung entpuppte. Der ORF gab ihm die nötige Bühne dazu und berichtete freudig über die Ausstellung Böhmermanns „Deutschland Anschluss Österreich“ im Grazer Künstlerhaus, in dem sich unter anderem ein „virtueller Nazi-History-Park“ findet. Gefilmt werden durfte nur der Eingangsbereich, in dem bei einer Art „Passkontrolle“ streng zwischen Österreichern und Ausländern unterschieden wird – und in dem es – wie witzig! – für „Faschisten“ ein eigenes Schlupfloch gibt.

Kurz als "Versicherungsvetreter mit Haar-Gel"

Im Interview dazu meinte Böhmermann dann in Anlehnung an den Österreich-Beschimpfer Thomas Bernhard, Österreich bestehe mittlerweile schon aus acht Millionen Debilen. Der Ruf nach einem starken Führer würde „aus den Bergen bis hinüber zu uns nach Deutschland hallen“. Österreich sei so eine Art „Versuchslabor“, in dem „Chemikalien zusammengeschüttet werden, die man nicht zusammenschütten sollte“. Vizekanzler Strache würde „volksverhetzenden Scheiße“ auf Facebook verbreiten. Böhmermann bedauerte den augenzwinkernd grinsenden ORF-Interviewer, was der denn zu grinsen habe, denn der ORF werde – dem Vernehmen nach – demnächst wohl verstaatlicht und in FPÖ-TV umbenannt. In Österreich mute dennoch alles so "normal" an, gar nicht nach Unrecht. Ein 32-jähriger Bundeskanzler etwa („Ein Versicherungsvertreter mit Haar-Gel, habt ihr da keinen besseren?“) sei „nicht normal“ (der nur neun Jahre ältere Macron hingegen schon). In dem Stil ging es weiter.

Halbherzige Distanzierung

„Auch wenn sich Redakteurin Clarissa Stadler bemüht, sich von diesen angeblich satirischen Aussagen zu distanzieren, sehen das mehr als 3,5 Millionen Gebührenzahler, die laut Böhmermann ja zu diesen ‚Debilen‘ zählen, vielleicht anders. Nachdem die klassische Rechtfertigung: ‚Satire darf alles!‘ bereits im Raum schwebt, nehme ich zur Kenntnis, dass der Kulturmontag ab sofort eine Satiresendung ist... . Dieser Sinnlos-Beitrag des ORF ist ein Musterbeispiel dafür, dass die GIS-Gebühren dringend abzuschaffen sind – Information und Unterhaltung mit Niveau und Anspruch wären wieder an der Tagesordnung und nicht parteipolitisch motivierte Selbstdarsteller“, erklärte dazu der freiheitliche Generalsekretär Christian Hafenecker.

ORF zeigt politisch linke Schlagseite ganz offen

Ins gleiche Horn stieß sein Kollege und EU-Spitzenkandidat Harald Vilimsky: „Der ORF entpuppt sich in den letzten Wochen immer mehr als Wolf im Schafspelz, der, anstatt objektiv zu berichten, lieber seine politisch-linke Schlagseite präsentiert. Die Sendeverantwortlichen müssen hier rasch eine eindeutige Grenzlinie ziehen. Ich erwarte mir nun vom ORF-Generaldirektor eine klare Distanzierung von diesen untragbaren Beschimpfungen gegen die Österreicher. Es darf nicht sein, dass ein Satiriker in einem öffentlich-rechtlichen Sender die gesamte österreichische Bevölkerung als ,Debile‘ bezeichnet. Das hat mit künstlerischer Freiheit und Provokation wahrlich nichts mehr zu tun“, so Vilimsky.


© 2019 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.