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08. August 2014

Karlsböck für finanzielle Unterstützung von Medizinstudierenden

Aufwandsentschädigung für Klinisch-Praktisches Jahr vorstellbar

Der freiheitliche Wissenschaftssprecher und Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses, NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck, kann sich angesichts der finanziellen Notsituation, in die Medizinstudierende durch das Klinisch-Praktische Jahr" geraten, eine Unterstützung in Form einer Aufwandsentschädigung durchaus vorstellen.

Die Medizinstudierenden dürften nicht für das Versagen eines überforderten Universitätsmanagements büßen, welches die vorschnelle Einführung des Klinisch-Praktischen Jahres zu verantworten habe. Es sei ihnen jedenfalls nicht zumutbar, neben dem Arbeitsaufwand für das KPJ, das in der Realität an die 50 Wochenstunden ausmache, noch einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Zumal dieses Praktikum am Ende des Studiums stehe, wofür die meisten Studierenden eine finanzielle Abfederung infolge des Entfalls der Kinderbeihilfe nicht mehr infrage komme. "Das Argument der Bundesregierung, eine Aufwandsentschädigung sei deshalb nicht vorgesehen, weil es sich um eine Lehrveranstaltung handle, ist zynisch und greift zu kurz", kritisiert Karlsböck, "denn mit der gleichen Logik könnte man auch gegen die Lehrlingsentschädigung argumentieren, was hoffentlich niemandem ernsthaft in den Sinn kommt."

Der FPÖ-Wissenschaftssprecher wiederholt einmal mehr, dass alles getan werden müsse, um künftige Mediziner unmittelbar vor ihrem Abschluss daran zu hindern, ins Ausland zu flüchten, wo weitaus attraktivere Bedingungen herrschten. Dem heimischen Nachwuchs auch die finanzielle Basis für eine bestmögliche Ausbildung zu geben, sei sowohl angesichts des grassierenden Ärztemangels geboten, als auch dem Wissenschaftsstandort Österreich geschuldet. "So gesehen muss es auch erlaubt sein, über einen finanziellen Ausgleich in Form einer Aufwandsentschädigung ernsthaft nachzudenken", schließt Karlsböck.

Foto: © MedUni Wien, Ernst Hammerschmid


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