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08. April 2017 | Medien

Kickl: Grüne Therapiesitzung im ORF ist symptomatisch für den Qualitätsverlust am Küniglberg!

‚Im Zentrum‘ wird einmal mehr als parteipolitische Bühne – diesmal für die Grünen – missbraucht!

Vier Monate nach dem Wahlsieg des einstigen Grünen-Chefs Alexander Van der Bellen bei der Bundespräsidentenwahl, befinden sich die Grünen in einer Krise wieder. Auslöser dafür war der Ausschluss der „Jungen Grünen“ aus der Partei, da die Jugendorganisation unter Flora Petrik scharfe Kritik an der Parteiführung übte. Dadurch wurden auch die Spekulationen über einen Rücktritt der Grünen-Chefin Eva Glawischnig immer stärker – auch in den Landesorganisationen regte sich dadurch die Kritik am Vorgehen der Parteispitze. Besonders interessant ist deshalb, dass am Sonntag Glawischnig gemeinsam mit Petrik und PR-Berater und "Berufskasperl" Rudi Fußi sowie dem Politikwissenschaftler Anton Pelika zur ORF-Sendung „Im Zentrum“ geladen sind, um über die Zukunft der Grünen zu diskutieren. Ein verspäteter und vor allem aber schlechter Aprilscherz, oder? Für die FPÖ ist der ORF mit diesem Programmpunkt wieder bei einem weiteren Tiefpunkt angelangt. „Dass der ORF seinem verfassungsgemäßen Auftrag der Objektivität und der Ausgewogenheit schon lange nur noch in Teilbereichen und am Papier nachkommt, ist allgemein bekannt. Dass man sich am Küniglberg jetzt jedoch als Therapieeinrichtung für die Grünen generiert und den Sonntag-Abend einzig der grünen Nabelschau widmet, zeigt allerdings eine völlig neue Qualität und einen weiteren Tiefpunkt“, so heute der Mediensprecher und Generalsekretär der FPÖ, Herbert Kickl.

Sieht so Objektivität aus?

„Es ist ja nichts Außergewöhnliches, dass der seit Jahren auf der Stelle tretenden Eva Glawischnig im ORF der Teppich ausgerollt wird. Bemerkenswert ist jedoch dabei, dass neben Glawischnig auch die Chefin der verstoßenen 'Jungen Grünen' ins Studio geladen wurde um den Zwangsgebührenzahlern einen Einblick in die Beziehungskrise der Grünen zu bieten. Als Gesprächstherapeut dieser öffentlichen Gruppenpsychotherapie fungiert Claudia Reiterer, die in einer Lebensbeziehung zu Lothar Lockl steht und damit – nach ORF Denkmuster - alle Kriterien der Objektivität und Äquidistanz erfüllt. Als besondere Pikanterie ist zu erwähnen, dass eben jener Lothar Lockl als potentieller Nachfolger von Glawischig auch grünintern kolportiert wird. Und damit der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt, hat der ORF auch den universalinformierten Berufskasperl Rudolf Fussi geladen, der als Wanderer durch die parteipolitischen Welten seinen Senf immer und überall absondern kann. Als Schiedsrichter, der besonders auf die grüne Koalitionstauglichkeit für die Zeit nach der nächsten Wahl zu achten hat, darf die Expertise von Anton Pelinka, dem hartnäckig ein Naheverhältnis zur SPÖ nachgesagt wird, selbstverständlich auch nicht fehlen. Wenn man sich also diese Programmgestaltung und die Einladungspolitik des ORF vor Augen hält, dann verwundert es in der Tat nicht, dass die Psychotherapie in Wien erfunden worden ist“, so der FPÖ-Generalsekretär.

Weniger Objektivität, mehr Gebühren

Nicht zuletzt verliere der öffentlich-rechtliche Rundfunk seit Jahren an Reichweite und spiele gerade im Bereich der Information nur noch bei älteren Zusehern eine Rolle. Das „Flaggschiff des ORF“, der tägliche Informationsblock, weise mittlerweile ein Durchschnittsalter der Zuseher von weit über 60 Jahren auf. Parallel zum laufenden Abgang an Zusehern, verliere der ORF auch an Glaubwürdigkeit und Qualität. „Warum ORF-Generaldirektor Wrabetz diesem Treiben ohne mit der Wimper zu zucken zusieht, warum er es zulässt, dass seine Diskussionssendung am Sonntagabend wiederholt zu einer parteipolitischen Werbesendung umfunktioniert wird, wird wohl solange ein Rätsel bleiben, bis er sich endlich einmal deutlich dazu äußert. Bis dahin verwundert es auch nicht, dass immer mehr Zuseher zu den Diskussionssendungen der Privatsender, wie etwa Servus-TV abwandern, da dort Fernsehen auf höchstem Niveau produziert werde. Eine Kompetenz, die der ORF leider schon lange verloren hat“, so Kickl. Anstatt für mehr Objektivität zu sorgen, schraube der ORF jedoch kräftig an der Gebührenschraube – und das zum Leidwesen der österreichischen Bevölkerung. In diesem Zusammenhang erinnerte der FPÖ-Generalsekretär daran, dass bis heute keine umfassenden Transparenzregeln geschaffen wurden, um der zahlenden Bevölkerung endlich die tatsächlichen Einkommens- und Abhängigkeitsverhältnisse der Tugendwächter am Küniglberg zu präsentieren.


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