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10. September 2021 | Gesundheit

Kinder brauchen weder Tests, noch Impfung

Neue Schikanen zum Schulstart dienen nur dem politischen Ziel, die Impfquote in Österreich mit Gewalt zu erhöhen.

Neue Schikanen zum Schulstart dienen nur dem politischen Ziel, die Impfquote in Österreich mit Gewalt zu erhöhen.

Foto: OurWorldInData / NFZ

Seit Tagen malt der ORF in seinen Nachrichtensendungen das Bedrohungs-Szenario an die Wand: Mit dem Schulstart wird die „vierte Welle“ über Österreich hinwegrollen, da die Impfung noch nicht für die Unter-Zwölfjährigen zugelassen ist, und die älteren Schüler unverantwortliche Impfmuffel seien. Doch bei den 490.000 Kindern schlugen am ersten Schultag nur bei 109 – das sind 0,02 Prozent der Getesteten – die Antigentests positiv an. Für die FPÖ dienen die Corona-Schikanen für Schüler, Eltern und Lehrer nur einem politischen Zweck: Das Impfquoten-Image der Koalition in Brüssel aufzubessern.

Schulen keine Corona-"Hotspots"

Dass die Maßnahmen völlig überschießend sind, hat bereits eine Vielzahl von Studien belegt: Die Schule ist kein „Hotspot“ für das Coronavirus, sie war es nie seit Ausrufung der Pandemie im März des Vorjahres.

Nur 13 Kinder unter neun Jahren mussten heuer in Österreich aufgrund einer Corona-Infektion einige Tage auf einer Intensivstation betreut werden. Und alle wurden, so der jüngste Bericht der „Gesundheit Österreich GmBH“, wieder gesund.

Kaum Kinder auf Intensivstationen

In all den Monaten seit Ausbruch der Corona-Pandemie belegten insgesamt 21 Kinder unter neun Jahren ein Intensivbett. Ein Bub verstarb nach 234 Tagen Aufenthalt auf einer Intensivstation, was allerdings auf eine schwerwiegende Vorerkrankung schließen lässt.

Etwas höher ist das Erkrankungsrisiko bei den zehn bis 19 Jahre alten Kindern und Jugendlichen in Österreich: Laut GÖG wurden heuer österreichweit neun Jugendliche intensivmedizinisch betreut – drei junge Patienten verstarben. Allerdings gibt es auch hier keine Auskunft über mögliche Vorerkrankungen.

Erpressungsversuch der Politik

Seit Ausrufung der Pandemie waren 48 Prozent der Personen auf Intensivstationen älter als 70 Jahre, nur elf Prozent jünger als 50 Jahre. Im bisherigen Pandemie-Verlauf mussten nur 1,35 Prozent der positiv Getesteten intensiv-medizinisch betreut werden.

„Anhand dieser Zahlen ist das, was sich vor Schulbeginn in Österreich abgespielt hat, schlichtweg ein Skandal“, erklärte FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl. Das einzige Ziel, das damit verfolgt werde, liege klar auf der Hand: Die Politik will den Druck auf Eltern, Kinder und Lehrer auf allen Ebenen so erhöhen, dass sich schließlich doch noch alle impfen lassen.

Corona-Regime wichtiger als Bildungsrückstände

„Statt unseren Kindern Bildung zu vermitteln und alles daran zu setzen, die durch die Schulschließungen verursachten Bildungsrückstände aufzuholen, geht es der Regierung nur noch um Masken, Testen, Impfen und Strafen“, empörte sich der FPÖ-Klubobmann. Aber immer mehr hätten genug von diesen Schikanen ohne jede medizinische Evidenz: Mit 870 Abmeldungen vom Schulunterricht hat sich die Zahl in Wien mehr als verdoppelt. Österreichweit wurden 5.600 Kinder abgemeldet und werden dieses Semester privat unterrichtet.

Tests und Impfung überflüssig

„Pflichttestungen in Kindergärten und Schulen sind im Hinblick auf ihre Risiko-, Aufwand- und Nutzenbewertung weder geeignet noch verhältnismäßig, insbesondere angesichts der Tatsache, dass Kinder und Jugendliche nur mild erkranken. Forderungen nach noch mehr, gar nach täglichen Schnelltests in Schulen entbehren jeder wissenschaftlichen Basis“, beurteilt eine Medizinergruppe rund um den ehemaligen Stellvertretenden Vorsitzenden des deutschen Sachverständigenrates Gesundheit, Matthias Schrappe, diese Maßnahmen.

Ein schwerer oder gar tödlicher Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion bei Kindern und Jugendlichen ist selbst bei bestehenden Vorerkrankungen extrem selten und liegt deutlich unter den sogenannten „allgemeinen Lebensrisiken“, urteilte die Expertengruppe unter Verweis auf die dazu bereits veröffentlichten wissenschaftlichen Untersuchungen.

Impf-Nutzen für Kinder nicht ersichtlich

Auch die „überarbeitete“ Empfehlung der deutschen Impfkommission, die eine Impfung für die Zwölf- bis 17-Jährigen zunächst abgelehnt, dann aber auf politischen Druck hin doch stattgegeben hat, wird von dieser Expertengruppe kritisiert. Dies vor allem, weil die „Frage nach dem gesundheitlichen Nutzen für eine Impfung dieser Altersgruppe nach wie vor nicht ersichtlich ist, sondern auch, weil die Frage möglicher Langzeitfolgen eines innerhalb so kurzer Zeit nach Entwicklung und Markteinführung eingeführten Impfstoffs noch nicht zu beantworten“ gewesen sei. Die „Ursache“, weshalb sich Jugendlich impfen lassen, sei nämlich kein Virus, sondern eine Politik, die den Lebensalltag der Heranwachsenden unverhältnismäßig eingeschränkt hat.

Impfen für das Politiker-Image

Daher halten sie es auch für unhaltbar, die Öffnung der Schulen und natürlich auch der Universitäten an die Forderung nach einer bestimmten Impfquote in der Bevölkerung zu knüpfen. „Jetzt, wo allen Bürgern ein Impf-Angebot offensteht, sind weitere Freiheitsbeschränkungen für Schüler und Studierende durch nichts mehr zu rechtfertigen“, urteilten Schrappe und Kollegen.

Die „Rückkehr zur gewohnten Normalität“ forderte auch der freiheitliche Bildungssprecher Hermann Brückl ein: „Das Motto muss nun lauten: ‚Es lernt sich ohne Maske einfach besser‘. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem der gewohnte Schulbetrieb starten muss. Denn nur damit können Bildungsrückstände des Vorjahres aufgeholt und noch größere Kollateralschäden bei unseren Kindern verhindert werden.“

Österreichs Schüler seien die am wenigsten gefährdete Gruppe. Daher sollte es nicht allzu schwer sein, eine Planungssicherheit im Bildungsbereich einkehren zu lassen, betonte Brückl. Aber seit Beginn der Pandemie fehle es seitens des Ministers an einer langfristigen Strategie: „Mit seinem Vier-Punkte-Plan will Faßmann lediglich Schulklassen in Geimpfte und Ungeimpfte einteilen, und das wird wieder zu hohen psychischen Belastungen der Schüler führen!“

Moralischer Tiefpunkt

Die ÖVP und die Ärztekammer, die sich vor den türkisen politischen Karren haben spannen lassen, könnten die Menschen nicht mit aller Gewalt zur Impfung zwingen, kritisierte FPÖ-Chef Herbert Kickl: „Ungeimpften, insbesondere Kindern, einzureden, sie könnten Schuld am Tod eines anderen sein, ist sowieso der moralische Tiefpunkt!“

Zum Abschluss noch die Relativierung einer ORF-Meldung zum „Hotspot“ Schule: Im vergangenen Juli sind in den USA 68 Jugendliche, davon neun „Vollimmunisierte“, ins Krankenhaus eingeliefert worden – von rund insgesamt 50 Millionen Schülern in den USA.


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