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13. Februar 2020 | Bildung

Minister Faßmann muss endlich aus Tiefschlaf erweckt werden

FPÖ-Bildungssprecher Brückl: "Reihe von parllamentarischen Anfragen soll endlich Aufklärung im Chaos des Unterrichtsressorts bringen."

Mit vier parlamentarischen Anfragen möchte der freiheitliche Unterrichtssprecher Hermann Brückl endlich Licht ins Dunkel der dubiosen Vorfälle an unseren Schulen bringen: „Minister Heinz Faßmann muss endlich sein Ressort in den Griff bekommen - mit unseren Anfragen helfen wir ihm gerne auf die Sprünge. Zum einen ist es zu hinterfragen, warum sich eine Volksschule in Vorarlberg weigern möchte, das Pädagogik-Paket 2018, in dem die verpflichtende Beurteilung durch Ziffernnoten ab der zweiten Klasse vorgeschrieben ist, umzusetzen. Dass dies dem Leistungsgedanken Rechnung tragen soll, scheinen hier einige Verantwortliche zu negieren. Immerhin hat sich noch ein jedes Kind gefreut, mit einem Einser nach Hause zu kommen. Eine etwaige zusätzliche verbale Beurteilung kann selbstverständlich sinnvoll sein und Verbesserungspotential aufzeigen.“

Tendenziöse Texte in Schulbüchern

Zum anderen gab es Aufregung um einen Text in einem Schulbuch der vierten Klasse Volksschule zum Thema Asyl: „Der tendenziöse Text, in dem eine Ungerechtigkeit der geltenden Asyl-Rechtslage suggeriert werden soll, stellt eine nicht zu tolerierende Beeinflussung der Schüler dar. Der Text beschreibt unterschwellig, dass es ungerecht sei, nicht alle hungernden Menschen auf dieser Welt nach Österreich kommen zu lassen. Kein Wort davon, zu welchen Problemen die Migrationskrise 2015 geführt hat. Weiters sei eine Anfrage zum Vorfall an einer Kärntner Schule geplant, an der der Direktor die Lehrer mutmaßlich angewiesen haben soll, die Kinder von Asylanten im schlechtesten Fall mit einem Zweier zu benoten – unabhängig davon, ob sie die entsprechenden Leistungen erbracht haben. „Eine etwaige Beschönigung von Statistiken mit einhergehenden Benachteiligungen von österreichischen Kindern muss auch hier konsequent aufgeklärt werden“, erklärte der FPÖ-Unterrichtssprecher.

Veraltete Texte auf Ministeriums-Seite

Auch das Ressort selbst sei nicht vor Unzulänglichkeiten in der Verwaltung und Organisation gefeit, denn auf der Internetseite „help.gv.at“, bei der auch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung als Medieninhaber gelistet ist, habe man dem Besucher im Organisationsverzeichnis den Teil „Bildung“ vorenthalten. „Und auch auf der Ministeriumsseite sind nur veraltete Informationen zur Organisation abrufbar. So findet man ein Organigramm mit dem Stand von Oktober 2019. Mit den Anfragen zu den Vorfällen an unseren Schulen und zur fehlenden Transparenz im Ministerium wollen wir die Bildungsmisere in unserem Land sichtbar machen - Minister Faßmann muss endlich aufwachen“, bekräftigte Brückl.


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