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19. April 2017 | Bildung

Mölzer: Ohne ausreichende Betreuungsplätze bringt erneute Feriendiskussion nichts

Feriendiskussion immer während der Ferien zu starten ist reine Show.

Die ÖVP will bundesweit nun einheitliche Herbstferien zwischen 26. Oktober und 2. November einführen. Die Zahl der schulautonomen Tage soll dafür von fünf bzw. vier (an Pflichtschulen) auf zwei bzw. einen Tag reduziert werden. Die Sommerferien sollen aber weiterhin neun Wochen dauern. Ein dementsprechender Gesetzesentwurf wurde dem Bildungsressort schon übermittelt, hieß es am Dienstag seitens der ÖVP-Familienministerin Sophie Karmasin bei der Präsentation des Ferienmodells. Ohne aber über ausreichende Betreuungsplätze für Schüler zu verfügen, sei die neu aufgeflammte Feriendiskussion für die FPÖ eine reine „Politshow“. „Die immer wieder aufkommende Feriendiskussion ist ohne die Bereitstellung ausreichender Betreuungsplätze eine Sackgasse“, stellte FPÖ-Bildungssprecher Wendelin Mölzer in Hinblick auf die erneute Diskussion rund um die Ferienregelung fest, die immer während der Ferien zu beobachten sei, was für Mölzer eine politische Show darstelle.

Modell der Pfingstferien sinnvoller

Mölzer wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass aufgrund der Vielzahl verlängerter Wochenenden im Frühjahr der Schulrhythmus unterbrochen werde, was vor allem für Volksschulkinder eine pädagogische Herausforderung darstelle. „Anzudenken wäre diesbezüglich eventuell das Modell der Pfingstferien, da die aktuelle Situation unübersichtlich ist und vor allem für jüngere Kinder eine Herausforderung in puncto Lernmotivation darstellt“, so Mölzer. Ebenfalls seien Herbstferien für Kinder pädagogisch wichtig, wohingegen Oberstufenschüler die Dauer der Sommerferien in Hinblick auf Ferienjobs und diverse Berufspraktika benötigten. „Die Diskussion rund um die Dauer und Aufteilung der Ferien muss auf Grundlage verschiedener Bedürfnisse geführt werden. Seitens der Freiheitlichen ist neben der ausreichenden Anzahl von Betreuungsplätzen die möglichst einheitliche Regelung der Ferien ein zentraler Diskussionspunkt“, hielt Mölzer fest.


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