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29. Jänner 2021 | Justiz, Parlament

Nächste Plagiats-Affäre in der ÖVP

FPÖ-Wissenschaftssprecher Graf: "Irreführungs-Absichten zur Erlangung eines akademischen Titels sind kein Kavaliersdelikt."

„Ein neuerlicher Fall von Plagiats-Vorwürfen trifft wieder ein prominentes Mitglied der ÖVP. Dem Kärntner Nationalratsabgeordneten Peter Weidinger werden Irreführungs-Absichten zur Erlangung eines akademischen Grades vorgeworfen. So will Gutachter Stefan Weber, der Spezialist in diesen Angelegenheiten, in dessen Abschlussarbeit mehr als 30 abgekupferte Passagen und Textfragmente entdeckt haben, die als Plagiate zu bewerten seien“, erklärte heute, Freitag, der freiheitliche Wissenschaftssprecher Martin Graf. "Plagiats-Jäger" Weber hatte erst kürzlich eine ähnliche Affäre bei Ex-ÖVP-Arbeitsministerin Christine Aschbacher aufgedeckt, die daraufhin den Hut nahm.

Weidinger "verzichtet" auf Magister-Titel

Die Reaktion des Abgeordneten Weidinger (Bild) sei laut Graf mehr als peinlich. So will er der Universität Graz ein Mail gesendet haben, dass er auf den Titel „Magister“ verzichte, da er ihm ohnehin nichts bedeute. „Dieses Verhalten ist ungeheuerlich und mit einem Mandat nicht vereinbar. Man kann einen akademischen Titel nicht einfach ablegen wie einen Mantel, der zu klein geworden ist. Noch dazu kann man auch nicht zurücklegen, was man eigentlich gar nicht hat - das kann nur über ein Aberkennungsverfahren durch die Universität selbst erfolgen“, so der FPÖ-Wissenschaftssprecher.

Kein "Verzicht" auf Parlaments-Mandat

Sein Mandat als Parlamentarier hat Weidinger übrigens nicht zurückgelegt - dabei wäre das administrativ ohne Probleme möglich.


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