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11. November 2014

Neubauer: FPÖ trauert mit Tirol: 96 Jahre Zerreißung des Landes

"Im stillen Gedenken schließt sich die Freiheitliche Partei Österreichs dem Aktionstag des Süd-Tiroler-Schützenbundes 'Das Land Tirol in Trauer' an", sagte heute FPÖ-Südtirol-Sprecher NAbg. Werner Neubauer. "Am 11. November 1918 hatten italienische Truppen den Brenner und das Gebiet von Toblach erreicht und damit die Zerreißung des Landes Tirol vollzogen. Keine Handbreit Tiroler Boden konnte von Italien im Kampf von 1915 bis 1918 erobert werden, erst nach geschlossenem Waffenstillstand konnten das italienische Heer und seine Verbündeten ohne militärischen Widerstand in Tirol einrücken", so Neubauer. Er rief alle patriotisch gesinnten Kräfte in Tirol auf, ein Zeichen zu setzen und nach Wunsch des Südtiroler Schützenbundes die Tiroler Fahne mit Trauerflor zu hissen.

"Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel die Deutschen zum 25. Jahrestag des Mauerfalls aufgerufen hat, die Freiheit aktiv zu verteidigen, dann zeigt das ganz klar, dass die Freiheit nicht von selbst entsteht, sondern erkämpft und immer wieder verteidigt werden muss", sagte Neubauer. Vor allem ein Satz, den Merkel anlässlich der Feierlichkeiten gesagt habe, sei so manchem ins Stammbuch geschrieben, der meint, die Unrechtsgrenze sei in Stein gemeißelt:
"Die Erfahrung vor 25 Jahren hat gezeigt: Träume können wahr werden. Nichts muss so bleiben, wie es ist." Das habe, so Neubauer, auch für Südtirol zu gelten.

Die inoffizielle Volksbefragung am vergangenen Sonntag in Katalonien, bei der 2,25 Millionen Menschen teilgenommen und von denen 80 Prozent für die Unabhängigkeit gestimmt hätten, könne und solle den Südtirolern Anreiz sein, diesen Weg in eine Zukunft ohne Italien zu beschreiten. Dabei richte sich die Kritik ausdrücklich gegen die Politik im Staat Italien, denn die Italiener selbst befürworteten in einer repräsentativen Umfrage zu mehr als zwei Drittel die Selbstbestimmung für Südtirol und andere Regionen wie das Veneto, Sizilien oder Sardinien wollen selbst den italienischen Staat verlassen, so Neubauer.

"Heute ist berechtigte Trauer angesagt, aber ab morgen beginnt der Kampf für die gerechte Sache erneut. In diesem Zusammenhang sei an die Worte des Experten für Verfassungsrecht Univ.-Prof. Dr. Felix Ermacora erinnert: Kein Staat der Erde kann auf Dauer einem Volk die Selbstbestimmung vorenthalten, auch Italien den Südtirolern nicht, aber wollen und fordern muss man sie!", betont Neubauer.


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