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08. Juli 2018 | Europäische Union

Neues aus der griechischen „Kreditwundertüte“

Unbemerkt von der Asyl-Diskussion erhält Griechenland ein weiteres Milliardengeschenk.

Offiziell läuft am 20. August die „Griechenland-Rettung“ mit der Ausschüttung der letzten Tranche des dritten Hilfsprogramms aus. Die Eurogruppe beschloss am 21. Juni nicht nur die Auszahlung dieser Kredittranche in Höhe von 15 Milliarden Euro an Griechenland, sondern auch weitere Zinserleichterungen sowie eine Verschiebung des Tilgungsbeginns. So muss Athen mit der Rückzahlung der Kredite aus dem 2014 gewährten zweiten Hilfsprogramm nicht, wie zunächst vereinbart, 2023, sondern erst im Jahr 2033 beginnen.

229 Milliarden Euro seit 2010 für Griechenland

Im Rahmen dieser drei Hilfsprogramme hat Griechenland seit Mai 2010 etwa 229 Milliarden Euro von den Euro-Ländern erhalten, parallel dazu wurden die Zinsen für diese Kredite nach und nach gesenkt oder gar gestundet.

Neue Gelder zum Aufbau eines "Liquiditätspuffers"

Obwohl die Troika den tatsächlichen Bedarf zur Deckung des Schuldendienstes auf 5,5 Milliarden Euro beziffert, sollen stolze 15 Milliarden Euro überwiesen werden. Die restlichen 9,5 Milliarden Euro soll, so der Brüsseler Euphemismus, die griechische Regierung zum Aufbau eines „Liquiditätspuffers“ verwenden. In den nächsten Jahren muss Griechenland nämlich rund 16,5 Milliarden Euro für den Schuldendienst aufbringen.

Dieser „Liquiditätspuffer“ ist also in Wahrheit nichts anderes als eine weitere Kreditlinie, die den griechischen Refinanzierungsbedarf für fünf Jahre zu mehr als 90 Prozent abdeckt.


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