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30. November 2018

„Neues Wiener Tierhaltegesetz ist eine Farce“

Philippa Strache: „Wiener Regelung - wenn man sie so bezeichnen mag - geht an den Bedürfnissen der Hunde und ihrer Besitzer vorbei.“

Als „Scheinlösung" bezeichnete heute, Freitag, die Bundestierschutzbeauftragte der FPÖ, Philippa Strache, das im Wiener Landtag beschlossene neue Wiener Tierhaltegesetz, das unter anderem eine generelle Maulkorbflicht für Listenhunde vorsieht. „Hier werden bestimmte Hunderassen automatisch zu ,Bestien‘ hochstilisiert, während die wahren Probleme einfach negiert werden. Mit der jetzt beschlossenen Anlassgesetzgebung im Wiener Landtag werden Sachlichkeit und sinnvolle Lösungsansätze hintangestellt, nur um das Thema schnell vom Tisch wischen zu können. Das aktuelle Maßnahmenpaket, das auch ein Alko-Limit für Listenhundehalter sowie einen – nur leicht abgeschwächten – Freibrief zur ,ex lege‘-Tötung von ,bissigen‘ Hunden beinhaltet, richtet jedoch mehr Schaden an als Nutzen und steht im starken Widerspruch zu einem verantwortungsvollen Tierschutz“, betonte Strache.

Verunsicherung in der Bevölkerung

Anscheinend sei es der Wiener Tierschutzstadträtin Ulli Sima nicht gelungen, eine gute Lösung im Interesse der Hunde und der Hundebesitzer in der Stadt zu finden. „Hier wurde bedauerlicherweise erneut in einer Schnellaktion ein Gesetz beschlossen, nur um dieses Thema so rasch wie möglich wieder loszuwerden. Egal, was das an Konsequenzen für die Hundehalter bedeutet, abgesehen von der nur noch zusätzlich befeuerten Verunsicherung in der Bevölkerung. Anscheinend haben die Verantwortlichen nicht verstanden, dass hier ein funktionierendes Miteinander benötigt wird und kein 'Wie bekommen wir die Hunde peu à peu aus Wien hinaus'. Probleme, Missstände und Missbrauch werden auch weiterhin der Alltag für viele Hunde und Hundebesitzer sein“, so Strache.

Pauschalverurteilung bestimmter Hunderassen

„Bei all diesen Punkten wird der Hund als Mittelpunkt des Problems dargestellt, während die Themen Verantwortung des Hundehalters sowie Aufklärung über den korrekten Umgang mit Tieren, Rasse etc. viel zu kurz kommen. Nach dem Beschluss des Tierschutzgesetzes im Jahr 2010 ist das eine weitere Pauschalverurteilung bestimmter Hunderassen. Das ist der absolut falsche Weg, nämlich ein Weg, der uns bald zu Zuständen wie in Dänemark führen wird. Die neue Wiener Regelung hätte die Chance geboten, einen neuen Weg im Sinne der Mensch-Tier Beziehung zu gehen, offensichtlich interessiert das die Verantwortlichen jedoch wenig“, so Philippa Strache.


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