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28. Jänner 2016

Norbert Hofer im Interview: „Die Chance, in die Stichwahl zu kommen, ist so hoch wie niemals zuvor!“

Im aktuellen NFZ-Interview zeigt sich der freiheitliche Bundespräsidentschaftskandidat, der FPÖ-Abgeordnete und dritte Präsident des Nationalrates, Norbert Hofer, kämpferisch optimistisch: „Die Chance, in die Stichwahl zu kommen, ist so hoch wie niemals zuvor!“

NFZ: Herr Präsident, im Dezember haben sie noch gemeint, sie seien zu jung für dieses Amt...

Hofer: Natürlich hatte ich Bedenken. Ich bin noch lange nicht 50 und diese Frage stellt sich natürlich. Aber es war gerade der Zuspruch vieler Senioren, der mich bestärkt hat, in dieses Rennen zu starten. Und wenn ein HC Strache, ein Herbert Kickl und eine Ursula Stenzel versuchen, jemanden zu überzeugen, dann haben sie auch Erfolg.

NFZ: Ein Wahlkampf ist körperlich anstrengend. War das Handicap durch die Unfallfolgen auch ein Entscheidungskriterium?

Hofer: Ich bin kein Marathonläufer mehr, ich nehme mir jetzt täglich eine Stunde, um meine physiotherapeutischen Übungen zu machen. Aber die Herausforderung dieses Amtes und die überwältigende Unterstützung durch meine Parteifreunde haben mich zu dieser Entscheidung bewogen. Daher werden wir keinen Häuserwahlkampf machen, wo ich stundenlang zu Fuß unterwegs sein müsste. Ich vertraue da voll unseren Wahlkampfleitern Herbert Kickl und Hans Weixelbaum, dass sie die bisher so erfolgreiche blaue Wahlkampfmaschinerie auf meine Bedürfnisse abstimmen werden. Ich verspreche Ihnen, wir werden unsere Konkurrenten noch ordentlich erschrecken.

NFZ: Hauptthema unter den Bundespräsidentschaftskandidaten war bisher ein "Fairness-Abkommen". Haben Sie die bisherigen Vorschläge dazu überzeugt?

Hofer: Ein Fairness-Abkommen nur für den Wahlkampf? Und was ist danach? Ich schließe mein persönliches Fairness-Abkommen mit den Bürgern, deren Interessen als Souverän ich danach im Amt zu vertreten habe. Außerdem habe schon in meiner bisherigen politischen Tätigkeit bewiesen, dass ich in der politischen Diskussion nur in der Sache selbst hart bin, aber persönliche An- oder Untergriffe ablehne.

NFZ: Wie stehen sie zu dem Thema, das die Österreicher derzeit am meisten bewegt, der Massenzuwanderung?

Hofer: Da stimme ich mit dem deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck völlig überein, der gesagt hat: „Unser Herz ist weit. Aber unsere Möglichkeiten sind endlich“. Österreich ist mit der Quantität des Asylwerberzustroms überfordert. Allein bei der Mindestsicherung gibt es heuer einen Mehrausgabenbedarf von 800 Millionen Euro. Wenn ich dann daran denke, dass eine seit Jahren überfällige Inflationsanpassung beim Pflegegeld stets an den Finanzen gescheitert ist...

NFZ: Wie beurteilen Sie ihre Chancen bei der Wahl?

Hofer: Unsere Chancen, den rot-schwarzen Proporz in der Hofburg aufzubrechen, sind so hoch wie niemals zuvor. Wenn ich in die Stichwahl komme, dann ist auch ein erstmaliger Einzug eines FPÖ-Kandidaten in die Hofburg möglich.

Dieses Interview und einen ausführlichen Bericht über die Präsidentschaftskandidatur von Norbert Hofer finden Sie in der kommenden Ausgabe der NFZ.


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