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10. Februar 2021 | Gesundheit, Innenpolitik

Österreich braucht einen neuen Impfplan

FPÖ-Bundesparteiobmann Hofer: "AstraZeneca-Impfstoff bei Südafrika-Mutation mit deutlich geringerer Wirksamkeit - Viele wollen sich damit nicht impfen lassen."

Das Debakel rund um den Corona-Wirkstoff von AstraZeneca wird immer größer. Der Gesundheitsminister hatte diesen Impfstoff ursprünglich als Wunderwaffe für die Impfung von Menschen über 65 Jahren eingeplant. Weil die Hersteller in ihren Studien aber genau diese Altersgruppe ausgespart haben, wurde der Wirkstoff von der Österreichischen Impfkommission nur für Menschen unter 65 empfohlen. Und jetzt zeigt sich: Gegen die südafrikanische Mutation des Coronavirus besitzt AstraZeneca anscheinend nur eine sehr geringe Wirksamkeit. „In Südafrika wurden Impfungen mit AstraZeneca bereits eingestellt, und auch in Österreich protestieren Ärzte dagegen, dass sie sich selber mit diesem Wirkstoff impfen lassen sollen. Sie bestehen auf eine Impfung mit BioNTech/Pfizer. Damit ist klar: Wir brauchen - wieder einmal - einen neuen Impfplan“, bekräftigt FPÖ-Bundesparteiobmann Norbert Hofer.

Sinnlose "Showkämpfe" zwischen Tirol und Wien

Die südafrikanische Variante sei bereits in Österreich angekommen. Hofer macht sich wenig Hoffnungen, dass die weitere Verbreitung durch die "Reisewarnung" und die kommenden Ausreise-Tests in Tirol gestoppt werden kann: „Hier wurde abseits von einer fragwürdigen Sinnhaftigkeit viel zu viel Zeit vergeudet, weil sich die schwarz-grüne Bundesregierung mit der schwarz-grünen Landesregierung in Tirol tagelang einen 'Showkampf ' geliefert hat. Längst gibt es nicht nur Differenzen zwischen Grün und Türkis sondern auch zwischen Schwarz und Türkis. Die Südafrika-Variante ist längst in anderen Bundesländern angekommen. Noch vor Wochen waren Landungen von Passagierflugzeugen aus Südafrika an der Tagesordnung, während diese Maschinen für Deutschland längst gesperrt waren. Die Lufthansa hat daraufhin sogar Flüge nach Wien umgeleitet.“

Menschen wollen leben, nicht nur überleben

Die britische und südafrikanische Virus-Mutationen werden wohl nicht die letzten bleiben. Deshalb fordert der FPÖ-Obmann einen Strategiewechsel: „Der erste 'Lockdown' im Frühjahr 2020 war nachvollziehbar, weil man damals anscheinend davon ausgegangen ist, dass die Coronakrise nach ein paar Monaten vorbei sein wird. Jetzt muss man leider sehen, dass uns Corona wohl noch Jahre beschäftigen wird. Daher braucht es eine neuen Strategie. Denn von einem 'Lockdown' zum nächsten zu springen, das hält unser Land nicht aus. Die Menschen in Österreich wollen mehr als nur überleben. Sie wollen leben.“ Die Bundesregierung müsse daher die ohnehin nicht mehr wirksamen ""Lockdowns" beenden und ein Leben unter Regeln ohne Zusperren ermöglichen.


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