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17. September 2020 | Finanzen, Landesverteidigung

ÖVP-Versagen in Landesverteidigung macht Bundesheer zur Lachnummer in der Schweiz

FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz: "Schweizer Verteidigungsministerin nennt Bundesheer als Beispiel, wie Landesverteidigung nicht funktionieren sollte - ÖVP-Ministerin Tanner ist rücktrittsreif!"

ÖVP-Versagen in Landesverteidigung macht Bundesheer zur Lachnummer in der Schweiz - FPÖ-Generalsekretär Schnedlitz: "Schweizer Verteidigungsministerin nennt Bundesheer als Beispiel, wie Landesverteidigung nicht funktionieren sollte - ÖVP-Ministerin Tanner ist rücktrittsreif!"

Foto: Werner Grotte

Das Österreichische Bundesheer sei nicht in der Lage, seinen verfassungsmäßigen Auftrag zur umfassenden Landesverteidigung zu erfüllen. Dank der jahrzehntelangen Sparpolitik der ÖVP fehle das Geld an allen Ecken und Enden, bestätigt FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. Dieser Befund sei nicht neu. Nun stehe das Bundesheer aber auch international in den Schlagzeilen – und zwar als Beispiel dafür, wie ein nicht funktionierendes Heer aussehe. Geschehen im Schweizer Fernsehen SRF anlässlich einer baldigen Volksabstimmung in der Schweiz über die Anschaffung von Kampfflugzeugen.

Heer braucht endlich genug Geldmittel

Die Schweizer Verteidigungsministerin Viola Amherd referierte in einer Diskussion über das Österreichische Bundesheer und kam zur Erkenntnis, dass es „in einem Zustand ist, dass es eigentlich gar nicht mehr funktioniert“. Für den FPÖ-Generalsekretär ein Armutszeugnis für die Ressortleitung unter ÖVP-Ministerin Klaudia Tanner: „Wenn schon Tanners Parteifreundin Amherd in öffentlicher Diskussion die Lage des Bundesheers als Beispiel dafür bringt, wie Landesverteidigung nicht funktionieren soll, dann sollten bei Tanner alle Alarmglocken schrillen. Sie muss nun endlich die ÖVP-Blockade durchbrechen und unserem Heer jene Mittel geben, die es braucht.“

Große Worte, aber nichts dahinter

Auf die Frage des Moderators der Sendung, wieso Österreich weniger Flugzeuge als die Schweiz brauche, antwortete die Schweizer Verteidigungsministerin, dass Österreich mehr Flugzeuge brauche, aber eben keine Mittel dafür habe. Schnedlitz: „Das ist wirklich bitter und beschämend, dass unser Heer hier in der Schweiz als Lachnummer dargestellt wird – zu verantworten hat das seit Jahren die ÖVP und seit Jänner die Ressortchefin Tanner, die zwar großspurig verkündet, wer sie nun aller kennenlernen wird, diesen Worten aber keine Taten folgen lässt. Sie hat an der Spitze des Bundesheers nichts verloren und sollte zurücktreten.“

Schweiz will ihre 58 Kampfjets erneuern

Zum Vergleich: Die Schweizer Luftwaffe verfügt derzeit über insgesamt 58 Kampfjets (33 F/A-18 C/D "Hornet"), 25 F-5E "Tiger"), die aber bald durch moderneres Gerät ersetzt werden sollen (es läuft gerade eine Volksabstimmung dazu an). Daneben fliegt die Schweizer Armee noch 45 Hubschrauber (Eurocopter "Super Puma", EC "Cougar" und EC 635) sowie eine Reihe von Aufklärungs- bzw. Trainings- und Transportflugzeugen. Der Mannschaftsstand zählt insgesamt fast 20.000 Mann, darunter rund 330 Piloten.

Österreich: Museums-Flieger und zu wenige Piloten

Österreichs Luftstreitkräfte verfügen über 15 Eurofighter-Kampfjets und 28 museumsreife Saab 195 OE, die bald nicht mehr fliegen dürfen. Dazu kommen vier Hercules-Transporter, einige Trainingsmaschinen und insgesamt 64 Hubschrauber, von denen allerdings 22 Alouette III. ähnlich museumsreif sind wie die Saab 105 und auch 33 Bell bzw. Agusta Bell-Modelle 40 Jahre und älter sind. Die einzigen halbwegs modernen Kampfhubschrauber sind die neun Sikorsky "Black Hawk" (Baujahr 2002). Das Personal zählt gerade einmal 4.300 Mann, die Zahl der (viel zu wenigen) Piloten hält das Heer geheim.


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