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16. Mai 2018 | Verkehr

Pannenstreifen-Freigabe soll Staus auf Autobahnen verhindern

Verkehrsminister Hofer will Pilotprojekt auf der Ostautobahn noch in diesem Sommer starten.

Verkehrsminister Norbert Hofer kündigt die Freigabe von Pannenstreifen bei Staugefahr auf Autobahnen an.

Gellinger / pixabay.com

Autofahrer, die die staugeplagte A4 im Osten Wiens benützen, können sich freuen: Der Ministerrat hat heute, Mittwoch, die rechtlichen Rahmenbedingungen für das Pilotprojekt „temporäre Pannenstreifen-Freigabe“ geschaffen. Wie Verkehrsminister Norbert Hofer ankündigte, soll bis Mitte Juli die entsprechende Novelle der Straßenverkehrsordnung beschlossen sein, die es ermöglicht, bei Überlastung den Pannenstreifen für den Verkehr zusätzlich freizugeben.

30 Kameras überprüfen Verkehrsdichte

Dazu wird die Anzahl der Verkehrskameras auf der Ostautobahn auf 30 erhöht. Stellen diese erhöhtes Verkehrsaufkommen fest, prüft ein „Traffic Manager“, ob der Pannenstreifen auch frei ist. Danach wird der Pannenstreifen freigegeben, um Staubildungen abzufangen. Die Rettungsgasse werde damit laut Hofer nicht beeinträchtigt. Auf dem vier Kilometer langen Straßenabschnitt soll es auch noch zwei neue Pannenbuchten geben. Lkw dürfen im Fall der Pannenstreifen-Freigabe nicht auf der schnellen, linken Spur fahren.

Pilotprojekt soll bei Erfolg ausgeweitet werden

Wenn das Pilotprojekt auf der A4 funktioniert, will man die temporäre Freigabe des Pannenstreifens auch auf anderen Autobahnen und Schnellstraßen umsetzen. Ziel sei die Steigerung der Leistungsfähigkeit von hochbelasteten Autobahnabschnitten, die Erhöhung der Fahrstreifen-Anzahl ohne aufwendige Umbauten sowie die Erhöhung der Verkehrssicherheit durch weniger Stau und der Reduktion von Auffahrunfällen, betonte Hofer.


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