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07. September 2017

Qualitätsoffensive für unser Bildungssystem

Die FPÖ will mit ihrem Bildungsreform-Paket die von SPÖ und ÖVP verursachten Probleme in den Schulen lösen.

Österreichs Bildungssystem schlitterte unter Rot-Schwarz von einer „Reform“ in die nächste. Die Änderungen in der Verwaltung des Bildungssektors und qualitätssenkende Maßnahmen bei den Lehrinhalten hinterließen Spuren. Österreichs Schüler schneiden bei internationalen Bildungsvergleichstests immer schlechter ab.

Die Leistungen der österreichischen Schüler beim letzten PISA-Test 2015 lagen – wie schon bei den vorherigen Vergleichstests der OECD – nur noch auf einem Platz im Mittelfeld und zeigten weiter „Tendenz nach unten“.

Gefährlicher Abwärtstrend

Mit ein Grund ist auch der überdurchschnittlich hohe Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund. Der ist in Österreich von elf Prozent im Jahr 2006 auf 20 Prozent im Jahr 2015 gestiegen. Der OECD-Schnitt liegt bei 13 Prozent. Diese Gruppe schneidet bei der PISA-Studie deutlich schlechter ab als Schüler, deren Eltern in Österreich geboren wurden. In den Naturwissenschaften erreichten auch bereits in Österreich geborene Einwandererkinder nur das Niveau der Türkei oder Albaniens, im Ausland geborene sogar nur das Niveau von Jordanien oder Indonesien. Da verwundert es auch nicht, dass von den 18- bis 24-Jährigen mit Migrationshintergrund jeder sechste die Schule oder eine Lehre abgebrochen hat, bei den Österreichern hingegen nicht einmal jeder zwanzigste Jugendliche. Und das Problem wird sich weiter verschärfen. In den Kindergärten haben österreichweit bereits 31 Prozent der Kinder eine andere Muttersprache als Deutsch. Laut Statistik Austria betrug ihr Anteil im Schuljahr 2015/16 österreichweit 24 Prozent, in Wien bereits an die 50 Prozent. 

Deutsch vor Schuleintritt

„An der öffentlichen Schule ist an einen Unterricht nach den klassischen Schultypen nicht mehr zu denken. Ohne zusätzliche Mittel für gezielte Sprachförderungen ist das Problem nicht zu lösen“, beklagte die niederösterreichische Schulinspektorin Sabine Karl-Moldan. Im Zuge des letzten Integrationspakets des Bundes hat Niederösterreich trotzdem nur sechs Sozialarbeiter zugewiesen bekommen. In Wien wurden die sogenannten „Flüchtlingskinder-Klassen“ bis auf eine aufgelassen. So werden die 5.542 Flüchtlingskinder in Pflichtschulen übernommen. Einzige unterstützende Maßnahme für die Lehrer: Zu den bisher tätigen 25 Schulpsychologen kommen 14 weitere hinzu. Daher ist eine zentrale Forderung der FPÖ zum Thema Bildung in ihrem Wirtschaftsprogramm: Deutsch vor dem Regelschuleintritt. Bei der Schuleinschreibung wird der Sprachstand erhoben. Ist dieser ungenügend, so sollen betroffene Schüler so lange in einer „Deutschklasse“ gefördert werden, bis sie die Unterrichtssprache ausreichend beherrschen. Erst dann erfolgt die Aufnahme in eine „reguläre“ Schulklasse.

Nein zur Gesamtschule

Ein klares Nein gibt es von den Freiheitlichen auch zu der von SPÖ und ÖVP geplanten Gesamtschule. Die FPÖ fordert vehement die Beibehaltung und Verbesserung des bewährten, differenzierten Schulsystems (AHS-Unterstufe, Hauptschule mit Leistungsgruppen) sowie der Erhalt des Gymnasiums. Statt alle Schüler in eine Pseudo-Akademisierung zu drängen, die nur mit einer eklatant wachsenden Qualitätsminderung zu erreichen ist, sollte die Lehre wieder den Stellenwert bekommen, den sie vor der Zerstörung der Hauptschule hatte. Nur so kann zukünftig ein Facharbeitermangel verhindert werden und nicht durch Einwanderung. „In der Wirtschaftskrise wurde unser duales Ausbildungssystem zum Exportschlager gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Und was haben SPÖ und ÖVP gemacht? Sie haben die Hauptschule weiter demontiert“, bemerkt dazu der freiheitliche Bildungssprecher Wendelin Mölzer. Für die Pädagogen will die FPÖ die Schaffung eines zeitgemäßen Lehrerdienstrechtes: ein Jahresarbeitszeitmodell sowie ein neues Besoldungsrecht mit leistungsbezogenen Komponenten. Die FPÖ zieht auch die Lehre aus den ernüchternden Ergebnissen der „Inklusion“ in Deutschland und plädiert für die sonderpädagogische Wahlfreiheit: Das Angebot an Sonderschulklassen und Sonderpä- dagogischen Zentren soll bestehen bleiben, um den Eltern in schwierigen Fällen Hilfe im Sinne des Kindeswohles anbieten zu können.

NFZ 07.09.2017


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