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09. Oktober 2020 | Asyl, Gesundheit, Inneres

Quarantäne in Wien: 28 unauffindbare Asylwerber

Zwei Anfragen an das Innenministerium brachten Licht in die Vorgänge rund um die Fluchtversuche von Asylwerbern aus der Quarantänestation in der Messehalle C in Wien Anfang Mai.

Quarantäne in Wien: 28 unauffindbare Asylwerber - Zwei Anfragen an das Innenministerium brachten Licht in die Vorgänge rund um die Fluchtversuche von Asylwerbern aus der Quarantänestation in der Messehalle C in Wien Anfang Mai.

Foto: PID

So waren zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung täglich bis zu sechs Exekutivbeamte eingesetzt und bis zu 78 Polizisten der Bereitschaftseinheit im Einsatz. Insgesamt waren vom 1. bis zum 16. Mai 2020 dadurch 230 Exekutivbedienstete gebunden.

"Unkooperativ, laut und aggressiv"

Laut Innenministerium waren die rund 250 Asylwerber unkooperativ, laut und aggressiv, und das von der Stadt Wien eingesetzte Personal des Arbeiter-Samariter-Bundes war mit der Situation schlicht überfordert. Weil der Küchenofen defekt war, hat die Stadt Wien entschieden, dass die in Quarantäne befindlichen Personen die Halle auch verlassen können.

199 Polizisten für 47 Leute

Am 6. Mai 2020 sollten mit Unterstützung von 199 Polizisten 47 Personen in die ehemalige Flüchtlingsunterkunft in der Triesterstraße verlegt werden. Dieser Begleiteinsatz begann um 11.30 Uhr und wurde erst um 17.20 Uhr beendet. Die Ursache: die „mangelnde Kooperationsbereitschaft und das mangelnde Verständnis“ der Betroffenen für die Maßnahme.

Innenministerium vermutet nur

Letztendlich konnten nur 19 Personen in die Unterkunft Triesterstraße verbracht werden, weil die anderen 28 Personen nicht auffindbar waren. Das Innenministerium vermutet, dass diese sich in jener Gruppe von rund 70 Personen befinden könnten, die in den Tagen davor die Halle verließen und versuchten, die Zäune zu überwinden.


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